Kategorie: mentaltraining

Unsere Gedanken bestimmen unser Handeln! Mentales Training, um bewusst in die eigene Gedankenwelt einzugreifen und das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Viel Wissens- und Erprobenswertes rund um unser mentale Kraft.

Welchen Hut trägst du heute?

JEDEN TAG TRAGEN WIR EINEN GEDANKEN*HUT. NICHT IMMER TUN UNS DIE DARIN VERSTECKTEN GEDANKEN GUT. DARUM WÄHLE WEISE, WELCHEN HUT DU HEUTE TRÄGST.

Es sind viele Hüte, die wir täglich tragen. Manche kleiden uns gut und lassen uns aufrecht durchs Leben gehen. Andere verkleiden uns gut und sorgen dafür, dass wir jene sein können, die wir sein wollen. So mancher Hut ist uns zu groß, rutscht uns unaufhaltsam ins Gesicht und versperrt uns den Blick auf das, was wichtig ist. Aus manchen Hüten sind wir längst herausgewachsen und nur die Gewohnheit sorgt dafür, dass wir sie nicht von der Hutablage kicken. Und dann gibt es noch jene Hüte, die uns die anderen aufsetzen, weil sie glauben, dass sie uns passen (müssen).

Welchen Gedanken*Hut trage ich heute?

Jeden Tag versuche ich meine Wahl bewusster zu treffen und den Blick in den Spiegel ehrlicher zu gestalten. Passt mir der Hut noch? Haben meine Gedanken darunter genügend Freiraum? Schränkt mich der Gedanken*Hut in meinem Tun auch nicht ein?

Die Hutfrage!

Die Hutfrage beschäftigt mich schon seit vielen vielen Jahren. Ob als Goldschmiedin, Wirtschaftsinformatikerin, Unternehmensberaterin, Mentaltrainerin oder Illustratorin, ich habe in meinem Leben schon viele Hüte getragen.
Die Frage: „Wer bist du und was machst du?“, konnte ich noch nie mit nur einem Satz beantworten. Ich liebe die bunte Vielfalt auf meiner Hutablage, aber sie macht auch ordentlich viel Arbeit. Mit jedem Hut tauche ich in ein eigenes gedankliches Portfolio ein, ein Spagat, den es immer wieder aufs Neue zu meistern gilt.

Das Projekt *Frau mit Hut*

Den Rollen-Spagat zu meistern ist eine Kunst, die vielen von uns (Frauen) auf den Leib geschneidert ist. Die Hutvielfalt scheint mit jedem Lebensjahr größer zu werden. Anstatt dass wir unsere bunten Schätze mit Stolz präsentieren, neigt Frau mit Vorliebe dazu, ihr Können und Wissen unter dem Hut der Bescheidenheit zu verstecken.

Aus der Deckung zu treten, der Kreativität Raum zu geben und dem eigenen Tun mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, ist Anlass und Motivation des Projektes *Frau mit Hut*.

DIE VISION * Der Hut kleidet und verkleidet. Der Hut als Symbol dafür, dass wir mutig und bewusst entscheiden dürfen, welchen (Gedanken)Hut wir tragen.

DAS ZIEL * Zum Reflektieren und Gestalten einzuladen. Frau darf sich ihren ganz eigenen Hut gestalten, der ihr jenen Rahmen gibt, den sie hier und heute braucht.

DIE IDEE * Frauenköpfe mit verschiedensten Hüten zu illustrieren, wobei jeder Hut ein Thema besetzt.

DIE UMSETZUNG * Entstanden sind 10 Frauenköpfe mit Hut, wovon sich in einem ersten Schritt 4 präsentieren wollen.

DER RAHMEN + DER RAUM * Das Kunst- bis Geschäftshaus – Hauptplatz 23 hat seine Türen oder vielmehr seine Schaukästen geöffnet und den Frauen mit Hut eine Bühne gegeben.
Im sogenannten Basar, dem Verbindungsgang zwischen dem Hauptplatz Linz und der Promenade, der parallel zur Schmidtorstraße verläuft, ist die Frau mit Hut in einem der Schaukästen zu finden. Bis Ende August 2022 freut sie sich über jeden aufmerksamen Schaufensterblick.

Die Damen

Jede der vier Hut tragenden Damen hat ihre eigene Geschichte, ihren ganz speziellen Charakter und vor allem einen klaren Fokus.

Rosalie kann ihre Locken kaum bändigen, warum sollte sie es mit ihren Gedanken tun? Gedanken*Freiheit ~ Ich lasse sie fliegen! – ist ihr Motto.
Joana hat ihr Leben mehr als nur im Griff. Ihre Challenge: „Muss ich heute schon wieder machen was ich will?“
Auf Olivia‘s Nase tanzt keiner mehr! Sie trägt ihren Hut mit Stolz und mit einer gesunden Portion Abgrenzung.
Matilda hat viele Talente und mittlerweile auch den Mut diese zu zeigen. Jeden Tag riskiert sie es aufs Neue und wächst über sich hinaus.

Ein Gedanken*Hut für dich?!

Welcher Gedanken*Hut soll dich inspirieren? Die Illustrationen zum Thema *Frau mit Hut* gibt es in unterschiedlichen Formaten im #worteformenbilder ONLINE SHOP.

P.S. Gemeinsam

Das Projekt *Frau mit Hut* ist im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes *Spielbein* entstanden. Initiiert durch die Einladung von Iris Mayr, die Schaukästen im Basar (Hauptplatz 23) zu bespielen, haben Gabriela Mayrhofer, Iris Mayr und ich uns in den kreativen Prozess des Gestaltens begeben. Entstanden ist ein Projekt, das uns die Möglichkeit gab, unserem kreativem Tun Ausdruck zu verleihen. Das Resultat zeigt sich in den Schaukästen des Basars. Nur so viel, es lohnt sich einen aufmerksamen Schaufensterblick nach rechts und links zu wagen.

Fokus, Fokus, Fokus

Fokus, Ziele

Warum ich jetzt mein Tun auf Linie bringe!

Dies ist keine belanglose *be motivated* Story, sondern ein ganz klarer Arbeitsauftrag an mich und vielleicht auch an Sie? Hier geht’s zum Plan B … 

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich durch diese herausfordernde Zeit komme – in erster Linie als Mensch, aber natürlich auch als Unternehmerin. Wie es mir gelingt, trotz sehr schwieriger Auftragslage die Motivation hoch zu halten und Projekte voranzutreiben, die das Lockdown-Format bedienen und dieses im Idealfall auch überleben.

Ich bin ganz ehrlich, es ist nicht einfach. Und vor allem, nicht jeder Tag ist gleich. Denn selbst als Mentaltrainerin hat man seine Schmerzgrenze. Aber zum Glück habe ich Tools, die mir dabei helfen nicht in die Lockdown-Sackgasse zu laufen und wenn doch, dies möglichst bald zu erkennen.

Trick Fokus

Einer meiner „Tricks“ ist so banal, dass ich ihn bis vor kurzem für nicht erwähnenswert hielt. Aber da er mich immer wieder aufs Neue fordert, um mich letztendlich ans Ziel zu bringen, kann er doch so verkehrt nicht sein. Der Trick lautet:

  1. Fokus
  2. Fokus
  3. Fokus

Ich entscheide ganz bewusst, welchen Aufgaben ich meine Aufmerksamkeit schenke und versuche den Fokus und die Energie dort für einen definierten Zeitraum zu halten.

Trick Begeisterung

Wer schon einmal in das strahlende Lächeln von Katharina Liensberger nach einem verpatzten Skirennlauf geblickt hat weiß, was ich mit Fokus meine. Trotz der soeben eingefahrenen Niederlage ist sie, wenn man ihre Aussagen vor der Presse richtig interpretiert, mit ihrer Aufmerksamkeit rasch wieder beim Ursprungsziel „Ich will und werde das Beste geben!“.

Als Mentaltrainerin spitze ich bei den Interviews mit unseren alpinen Stars immer die Ohren und schließe insgeheim Wetten ab, wer von ihnen mental an und mit sich arbeitet. Ich gestehe, ich bin ein echter Katharina Liensberger Fan, da die Begeisterung, die sie in ihrem Job anscheinend verspürt, ungefiltert auf mich überspringt und mich wieder daran erinnert …

  1. Fokus
  2. Fokus
  3. Fokus

… kombiniert mit einer großen Portion Freude am Tun.

Motiviert am Weg oder stur in Richtung Sackgasse?

Ich erlaube mir aktuell nicht, rechts oder links zu schauen. Klingt schlimm, ist es aber nicht! Derzeit ist diese klare Fokussierung mein Antriebsmotor und Erfolgsrezept. Das „Rechts und Links“ beinhaltet für mich symbolhaft das Neue, die Zukunftsmusik, die Möglichkeiten, das Unbekannte, die Spielereien etc.

Normalerweise übe ich mich täglich im vorausschauenden Blick und liebe es Dinge auszuprobieren.  Aber, ich habe in den letzten Monate gelernt, dass damit auch viel Enttäuschung und Frustration verbunden ist. Zu viele inspirierende Ideen und Impulse sind an den aktuellen Rahmenbedingungen gescheitert, zu viel Begeisterung ist im Lockdown-Geschehen verhallt. Daher brauche ich einen erfolgreichen Plan B, der sich aus einer gesunden Mischung aus Begeisterung, Risiko und Realismus zusammensetzt.

Mein Plan B – DIE LISTE!

Ich bin nicht der Typ „Warten-bis-alles-besser-wird“, ich will aktiv gestalten. Um jedoch motiviert zu bleiben, brauche ich Erfolgserlebnisse in Form von Aktivitäten, die Sinn machen und nicht ins Leere laufen. Um dem Sisyphus-Dilemma zu entgehen, habe ich mir eine Liste gemacht – DIE LISTE!

DIE LISTE enthält Ziele und konkrete Arbeitsaufträge, die definitiv Sinn machen und vor allem krisenunabhängig von mir vorangetrieben werden können.


Zielarbeit

Das mag jetzt wenig zukunftsorientiert anmuten, aber das ist mein Weg, um die Motivation hoch zu halten und regelmäßig große oder auch kleine Erfolgserlebnisse einzufahren. Wie gesagt …

  1. Fokus
  2. Fokus
  3. Fokus

Mit dem regelmäßigen Gegencheck hinsichtlich aktueller Sinnhaftigkeit des Ziels, kann ich das Risiko, mich blind in Richtung Sackgasse zu arbeiten, minimieren.

Mit Fokus zum Egoismus?

Um mögliche Diskussionen vorwegzunehmen – Fokus bedingt weder Egoismus noch unreflektiertes Handeln! Nicht rechts oder links zu schauen heißt für mich nicht, mein Umfeld aus den Augen zu verlieren oder Dinge unreflektiert anzunehmen. Im Gegenteil, mehr denn je braucht es den Blick Richtung Begegnung, Miteinander und Toleranz. Denn aus der physischen Distanz ist mittlerweile eine große soziale geworden.

GedankenboxDarum richte ich meinen Fokus auch immer wieder auf Impulse, wie die Gedanken*Box, die Verbundenheit und soziale Nähe schaffen.

Sie wollen automatisch über aktuelle Beiträge sowie über die kostenlosen Vorlagen, Inspirationen & Tools von >>worte formen bilder<< informiert werden? Dann klicken Sie jetzt auf  Blog abonnieren 

Das Gehirn braucht Verbundenheit!

Verbunden

Das menschliche Gehirn ist ein soziales Organ, und seine neuronale Architektur ist auf zwischenmenschliche Verbundenheit hin angelegt. […] Ein gesundes Gehirn neigt ganz natürlich dazu, sich zu verbinden. Abtrennung macht das Gehirn nervös.Don Joseph Goewey

„Ein gesundes Gehirn neigt ganz natürlich dazu, sich zu verbinden.“ – der Satz hallt in meinem Gehirn nach. Gefühlt nicken jetzt sämtliche (Spiegel)Neuronen bestätigend mit ihren Köpfen, erheben mahnend den Zeigefinger und rufen im Chor „Ich hab’s immer gesagt!“.

Noch nie haben wir über Verhaltens- und Begegnungsregeln so häufig diskutiert, wie in den letzten sechs Monaten. Angst, Einschränkung und Distanz sind dabei die Botschaften, die in unserem Gehirn hängen bleiben (sollen). Still blieb es bis jetzt, wenn es darum ging zu hinterfragen, welche Spuren der unermüdliche Aufruf zur Distanz in unserem Gehirn hinterlässt.

Nur ein Beispiel – beobachten wir in Spielfilmen Personen, die sich zu nahe kommen, taucht in unserem Bewusstsein eine Art Irritation auf – etwas „passt“ scheinbar nicht. Es braucht wenige Sekunden des Erkennens, um das Signal „Alles in Ordnung, das ist nur ein Film!“ in die Wahrnehmungsschleife zu schicken. Damit stellt sich unweigerlich folgende Frage: Wie nachhaltig hat sich die neuronale Spur der Distanz bereits in unserem Gehirn verankert?

Ein gesunder Abstand ist in Zeiten wie diesen wichtig und notwendig. Aber ebenso viel Raum darf die Frage nach den Alternativen des Miteinanders einnehmen. Denn …

… wir brauchen das Miteinander wie einen Bissen Brot!

Treten wir mit unseren Mitmenschen in Verbindung, sei es durch ein Gespräch oder ein Lächeln, frohlocken unsere Spiegelneuronen. Dabei handelt es sich um jenes neuronale Netzwerk, das dafür verantwortlich ist, dass sich bei uns das Gefühl der Verbundenheit einstellt. Es ermöglicht uns, die Gedanken anderer Menschen zu lesen und sich in sie einzufühlen. Empfindet mein Gegenüber Freude, partizipiert mein Gehirn ebenfalls daran. Das Ping-Pong-Spiel der Gefühle kann beginnen.

Die Angst als Ressource?

Die Erfahrung des Abgetrenntseins erzeugt Angst“, schrieb Erich Fromm, der große Sozialpsychologe. „Sie ist, in der Tat, die Quelle sämtlicher Angst.“ Unser Gehirn ist auf die Verbindung mit anderen hin vernetzt. Gelingt es uns nicht, uns zu verbinden, dann können wir nicht wachsen und gedeihen, das hat die Forschung zu diesem Thema hinlänglich bewiesen.Don Joseph Goewey

Was passiert, wenn wir diese Angst des „Abgetrenntseins“ als Ressource sehen, statt sich von ihr lähmen zu lassen?

Seitdem ich den Artikel „Mut zur Angst“, von Annette Schäfer* gelesen habe, lässt mich die darin abgedruckte Aussage der Psychotherapeutin Alicia Clark nicht mehr los: „Wenn wir unseren Blick öffnen, werden wir feststellen, dass Angst oft entsteht, weil etwas für uns Wichtiges gefährdet ist und geschützt werden muss. Wenn man weiß, wie, dann kann Angst als positive Kraft für Veränderung genutzt werden.“ 

Den Blick öffnen

1) „Angst entsteht, weil etwas für uns Wichtiges gefährdet ist“: Ganz klar, die Verbundenheit zu Familie und Freunden ist mein größtes Gut – daher die Angst.

2) „Wenn man weiß wie …“ (das Gefährdete geschützt werden kann) „… dann kann Angst als positive Kraft für Veränderung genutzt werden.“: WIE??? Die banale Antwort lautet, in Kontakt bleiben! Denn neben der echten Umarmung stehen uns bei genauerem Nachdenken noch ein paar Alternativen zur Verfügung:

  1. Einen Briefe schreiben – vielleicht das Lieblingsrezept darin verstecken?
  2. Eine Postkarte verschicken – vielleicht mit einer Beschreibung eines gemeinsamen Glücksmoments?
  3. Virtuelle Begegnungen, die Format haben.
  4. Mit (neuen) Freundschafts-Ritualen neue Verbindungs-Formate erproben.

Um letzteren Punkt aufzugreifen: Vor knapp einem Jahr habe ich mit einer lieben Freundin ein Schreibformat ins Leben gerufen, wo wir die Freude am (intuitiven) Schreiben kultivieren. Zu Zeiten des Lockdowns haben wir diesen Austausch in ein Online-Format gegossen. Der Spaßfaktor unserer Online-Schreib-Sessions war unheimlich groß und ganz nebenbei wurden wir auch noch mit einer ordentlichen Portion Verbundenheit beschenkt.

Über den Schatten springen

Manchmal müssen wir über den Schatten eingefahrener Gewohnheiten springen, um eben diesem Gefühl der Angst auf Augenhöhe zu begegnen. Dazu braucht es einen Rucksack voller kreativer Handlungsalternativen, über die man gerne in Ruhe nachdenken darf.

*** Wichtig ist mir hier anzumerken, dass es natürlich Formen der Angst gibt, die aufgrund ihrer Schwere lähmend und schwächend sein können. Generalisierte Ängste, Panikattacken oder Phobien, die professionelle Begleitung brauchen. Bei den Ängsten, die ich oben angesprochen habe, handelt es sich um moderate Angstgefühle, die jede(r) von uns kennt. Gefühlszustände, die vielleicht nur ein Quäntchen Mut brauchen, um die positive Kraft darin zu erkennen.

In diesem Sinne, mutig bleiben, verbunden bleiben!

Tanja Maria

P.S.: Affirmations-Billetts, Glücks-Boards, Traum-Blöcke … viele positive Impulse und Inspirationen fürs Verbundenbleiben sind im >>worte formen bilder<< Online Shop zu finden. Vielleicht ist es gerade jetzt an der Zeit zu Stift und Papier zu greifen?

* vgl. Psychologie Heute, S. 18, Heft 11, Nov. 2019, Jhrg. 46

Verbundenheit

Verbunden

Wenn Sprache uns die Nähe raubt!

Abstand, Sperre, kontaktlos, Heimquarantäne, „das Leben einfrieren“, Isolation, #socialdistancing, #stayathome … viele Begrifflichkeiten und Hashtags der Distanz prägen derzeit unseren sprachlichen Alltag. Gut und wichtig sind diese Initiativen des Abstands, um unsere Gesundheit zu wahren. Aber welche Spuren hinterlassen diese Begriffe auf unserer mentalen Landkarte?

Wenn sich Worte emotional aufladen!

Nicht selten erlebe ich es in meinem Alltag als Coach, dass ein einzelnes Wort bei meinem Gegenüber einen wahren Gefühlsorkan auslöst. Ein Wort, dem man bei nüchterner Betrachtung kaum einen zweiten Blick schenken würde, aktiviert andernorts eine innere Bilderkette, die großes Gefühlskino zur Folge hat.

Große Macht übt das richtige Wort aus. Immer wenn wir auf eines dieser eindringlichen Worte stoßen, ist die Wirkung physisch und geistig – und blitzartig spontan.Mark Twain

Steter Tropfen höhlt den Stein! Wenn Begrifflichkeiten immer wieder mit emotionalen Situationen in Verbindung gebracht werden, färbt sich der Begriff Schritt für Schritt mit dieser Emotion ein. Emotionale Konditionierung nennt sich dieser Prozess, mit dem prinzipiell jedes Wort emotional aufgeladen werden kann. (vgl. S. Schramm, C. Wüstenhagen)

Emotionale Wörter lassen auch unseren Körper nicht kalt. Unser Herz verändert seinen Takt, sowohl bei positiven als auch negativ belegten Wörtern. Diese körperliche Reaktion passiert auch dann, wenn wir die Worte nur unbewusst wahrnehmen.

#socialdistancing und #stayathome werden nach der Krisenzeit eine emotionale Bedeutung und Wirkung haben, die wahrscheinlich jetzt noch kaum fassbar ist.

Metaphern – wenn Worte Bilder formen!

„Das Herz brechen“, „Die Rechte mit Füßen treten“, „Ein Meer aus Tränen“ … wenige Worte reichen aus, um eine Kette an Assoziationen und Emotionen hervorzurufen. Genau das verleiht Metaphern eine nicht zu unterschätzende Macht. Sie aktivieren Erinnerungen (innere Bilder) und geben damit den Weg vor, wie wir eine Information bewerten und welche Handlungsentscheidung wir treffen. Metaphern wirken wie ein Scheinwerfer, sie werfen Licht auf einen Punkt/ein Bild und lassen den Rest im Dunklen verschwinden.

Der Linguist Georg Lakoff fasst es in klaren Worte: „Metaphors hide and highlight“ – was gesehen werden soll, wird gesehen. Grund genug, um sich wohl zu überlegen, welchen Metaphern man jetzt Raum gibt …

Wenn Sprache uns Verbundenheit schenkt!

In all dem physischen voneinander (Ab)Getrenntsein braucht es dringend eine sprachliche Nähe, die Verbundenheit schafft. Darum dürfen wir den mentalen Scheinwerfer jetzt ganz bewusst ausrichten und unsere Wahrnehmung mit ein paar Worten und Bildern der Verbundenheit füttern.

„Gemeinsam schaffen wir das“ – „Gemeinsam sind wir stärker“ – „Team Österreich“ – „Gesund bleiben“ – „zusammenhalten“ – „Solidarität“ … viele stärkende und verbindende Begrifflichkeiten befinden sich im aktuellen Informationsfluss – und das ist schön!

#verbundenbleiben – mit Kreativität Nähe schaffen!

Fakt ist, Worte hinterlassen Spuren in unserem Gehirn. Sind die Worte emotional aufgeladen, reagiert unser Gehirn schneller und speichert diese besser im Gedächtnis ab. Wiederholen wir die Worte, und koppeln wir sie im Idealfall an eine positive Emotion, wird aus der schmalen Gedankenspur Schritt für Schritt eine stabile Gefühlsautobahn.

Trotz der physischen Distanz, die notwendig und gut ist, haben wir jetzt die Wahl ob wir mental das Getrenntsein oder das Verbundenbleiben verankern. Ich habe mich fürs Verbundenbleiben entschieden und möchte daher mit der Initiative #verbundenbleiben einen mehr oder weniger lauten Aufruf starten: Findet kreative Mittel und Wege, wie ihr mit euren Liebsten trotz notwendiger Distanz in Verbindung bleibt und erzählt davon. Damit immer mehr Geschichten der Verbundenheit ihre Runden ziehen.

Was ist mit dem guten alten Brief? Ein paar achtsame Worte im Briefkasten, statt am Handy-Display, schaffen so viel mehr an Nähe!

#verbundenbleiben – die Bildsprache

Als Mentaltrainerin versuche ich die richtigen Worte zu finden, als Illustratorin poppt meist zeitgleich zum Wort ein Bild auf. Aus dem Bedürfnis nach Verbundenheit trotz notwendiger Distanz, sind erste Illustrationen entstanden … es darf wachsen …

In diesem Sinne

#verbundenbleiben #gesundbleiben #kreativbleiben

Herzlichst, Tanja Maria

P.s.: #verbundenbleiben – achtsame Worte schenken!

Noch etwas in eigener Sache: die achtsamen Worte & Bilder meines Labels „worte formen bilder“ können nach wie vor im Online Shop oder auch direkt unter office@worteformenbilder bestellt werden. Wähle aus über 40 verschiedenen Affirmationen – verfügbar im praktischen Billett-Format oder als hochwertiges Wandbild.

 

 

Du willst automatisch über aktuelle Beiträge sowie über die kostenlosen Vorlagen, Inspirationen & Tools von >>worte formen bilder<< informiert werden? Dann klicke jetzt auf  Blog abonnieren 

 

Gehirn sucht Sinn!

Gehirn und Sinn

Mit dem Jahresplan 2020 auf Sinnsuche!

* Inklusive kostenlosem Download des Jahresplans 2020!

Ich habe 60 Jahre lang gründlich nachgedacht und die Schlüsselerkenntnis ist, zu verstehen: nichts existiert unabhängig.Dalai Lama

Nichts existiert unabhängig, und schon geht der Gedanke im Kopf spazieren. NICHTS EXISTIERT UNABHÄNGIG, prangt es in großen Lettern an den Wänden der Erinnerung. Existiert sogar der Zufall, der uns scheinbar ganz ungeplant, unverhofft zufällt, in Abhängigkeit von dem was wir sehen wollen und können?

Das Sehen-Wollen

Unser Gehirn ist Meisterin im Verdrehen von tatsächlichen Realitäten. Mehrmals täglich spielt es mit uns den Streich der Verwandlung. Tatsachen werden gemäß unserer inneren Bilderwelten, gefiltert, bewertet und in neue Realitäten gekleidet.

Nichts existiert unabhängig von unseren inneren Bilderwelten. Daher lohnt es sich in jedem Fall, ab und an einen ehrlichen Blick auf die eigenen Wahrnehmungs-, Bewertungs- und Handlungsmuster zu werfen.

Warum das Denken dem Sinn folgt!

Wir gehen davon aus, dass unser ach so lernfähiges Gehirn uns seine enorme Assoziationsfähigkeit zur Verfügung stellt, um die Welt zu erkennen. Dabei lassen wir die Tatsache außer Acht, dass sich unser Gehirn an bekannten und für uns sinnvollen Wahrnehmungsmuster orientiert. Somit fehlt uns quasi die Möglichkeit all das, was in unserer Außenwelt als auch in unserem Körper passiert, ungefiltert wahrzunehmen und zu verarbeiten. Vielmehr erkennen wir nur das, was laut dem bisher Erlebten Sinn macht.

So ungewöhnlich es klingen mag …

Das Denken ist also niemals Selbstzweck, sondern in all seinen Formen, selbst in seinen für andere bisweilen absurden Ausprägungen, immer nur Instrument, Werkzeug zur fortwährenden Erzeugung von Kohärenz und damit der Suche nach dem Sinn.Gerald Hüther

Kohärenz – das Gehirn im Energiesparmodus

Sämtliche Prozesse im Gehirn sind darauf ausgerichtet, dass sie möglichst reibungslos miteinander kooperieren. D.h. unser Gehirn ist auf einem sogenannten Energiespar-Trip und versucht, Aktivitäten, wie beispielsweise das Bewältigen von Problemen oder das Initiieren von Veränderungen, die viel Energie kosten, möglichst zu vermeiden. Kohärenz nennen die Neurobiologen diese energiesparende Arbeitsweise des Gehirns.

Warum der Sinn das Gehirn aus der Komfortzone holt!

Wie es scheint, ist das Gehirn somit nicht der beste Motivator, wenn es darum geht Veränderungen herbeizuführen. Was braucht es also, um dennoch die Komfortzone verlassen zu können und ins Tun zu kommen? Laut des Neurobiologen Gerald Hüther braucht es eine ordentliche Portion SINN, sprich einen Impuls der stark genug ist, um das Motivationssystem in unserem Gehirn zu aktivieren.

Ein unerfüllter Wunsch sorgt überraschender Weise ebenfalls für Chaos im Gehirn, und treibt den Energieverbrauch in die Höhe. Denn das Gefühl, dass etwas fehlt, erzeugt im Gehirn einen energiefressenden „Problemzustand“, der möglichst rasch beseitigt werden soll. Gelingt es uns, angetrieben durch eine gehörige Ladung Sinn, das Problem „Wunscherfüllung“ zu lösen, belohnt uns unser Gehirn mit der Ausschüttung von Glückshormonen und mit einem Zustand erhöhter Kohärenz.

Eine neue Erfahrung darf sich jetzt im Gehirn verankern: Es lohnt sich, bekannte Wege zu verlassen und trotzt höherem Energieverbrauch neue Spuren zu ziehen!

2020 – welche neuen Spuren lohnt es sich zu ziehen?

(c) worte formen bilder

Nicht das intensivste Nachdenken lässt uns den Sinn finden, der zum gewünschten inneren und äußeren Gleichgewicht führt. Vielmehr braucht es viel Gefühl, um zu erspüren, ob das was wir tun Sinn macht oder nicht.

Darum nutze den Jahresplan 2020 mit viel Gefühl und starte jetzt deine Wunsch- & Sinn-Suche!

  • Den Jahresplan* 2020 kostenlos DOWNLOADEN.
  • Hier gibt es noch eine kleine Ausfüllhilfe zum DOWNLOAD.

* © ein.blick, Mag. Tanja Peherstorfer – ein.blick Jahresplan ausschließlich zur privaten Nutzung.

Guten Start in ein wunderbar spannendes und bereicherndes neues Jahr!

Herzlichst, Tanja Maria

Du willst automatisch über aktuelle Beiträge sowie über die kostenlosen Vorlagen, Inspirationen & Tools von >>worte formen bilder<< informiert werden? Dann klicke jetzt auf  Blog abonnieren 

Gedankentanken

Ausstellung & Vortrag { Gedankentanken }

8. November 2019, 18:45 ~ Bad Mühllacken (Kurhaus)
Einladung zur Ausstellungseröffnung { Gedankentanken } inklusive Vortrag „Glück formt unser Gehirn“

Unser Gedankenspiel

Kennst du diese gedankliche Dauerschleife, die uns immer und immer wieder zu jenem Erlebnis zurückführt, das uns gerade belastet oder fordert? In unermüdlicher Manier dreht sich das Gedankenkarussell in die scheinbar ungewollte und dennoch von dir so klar vorgegebene Richtung. Tatsache ist, unser Gehirn ist schlau genug, um sich seine eigene Version der Welt zu zeichnen. Damit entstehen innere Bilder, die nicht immer der Realität entsprechen.

Als Mentaltrainerin nutze ich schon lange die Kraft der Worte, um scheinbare Realitäten zu hinterfragen und Impulse zu geben, die unsere Gedanken auf eine neue Spur bringen. Unser Gehirn ist formbar – durch Wiederholung von Worten & Bildern, begleitet von passenden Emotionen, lernt unser Gehirn neue Muster abzuspeichern.

Als Illustratorin nutze ich diese Gestaltungskraft von Wort & Bild und versuche dem Gehirn mittels äußerer Bilder bewusste Veränderungsimpulse zu geben. Unter dem Label {worte formen bilder} gestalte ich zarte Illustrationen, die ohne Worte auskommen und dennoch von Worten leben.

{ Gedankentanken } – Mentaltraining trifft Illustration

Mit dem Veranstaltungsformat {Gedankentanken} möchte ich erstmals beide Passionen ~ Mentaltraining & Illustration ~ unter einem Dach vereinen. Am 8. November 2019 lade ich dich daher herzlich zur Ausstellungseröffnung {Gedankentanken} samt Vortrag zum Thema „Glück formt unser Gehirn“ ein.

 18:45 – Vortrag „Glück formt unser Gehirn“ 

Jedes Gedankenspiel hinterlässt in unserem Gehirn Spuren. Je öfter diese Spuren (Gedanken) verfolgt werden, desto breiter und beständiger werden sie. Aus dem Gedankenspiel wird eine persönliche Wahrheit, ein inneres Bild, das unser tägliches Tun beeinflusst.

  • Was passiert in unserem Körper (Gehirn), wenn wir uns wohlfühlen?
  • Können wir unser Gehirn trainieren, um Platz für das Glück zu schaffen?
  • Wie gelingt es uns neue innere Bilder zu zeichnen?

Mentaltraining & Neurowissenschaft liefern Impulse für eine fokussierte mentale Ausrichtung.

 19:30 – Eröffnung Ausstellung { Gedankentanken } 

Unter meinem Label {worte formen bilder} kreiere ich Wort- & Bild-Impulse, die inspirieren dürfen. Die Ausstellung {Gedankentanken} liefert einen Einblick in meine zarte Wort- & Bilderwelt und soll zum gedanklichen Gustieren inspirieren.

Die Ausstellung {Gedankentanken} lädt vom 7. November 2019 bis 7. Jänner 2020, im Kurhaus Bad Mühllacken, zum Innehalten, Auftanken und Schmökern ein. Nimm dir einen (Gedanken)Impuls mit auf den Weg und schmücke dein Zuhause, dein Büro, deine Praxis … mit den achtsamen Illustrationen von {worte formen bilder}.

Tanja Maria Peherstorfer ~ Illustratorin & Mentaltrainerin

Ich darf euch mit Wort & Bild durch einen entspannten, luftig-leichten Abend begleiten.

Hier & Hier gibt’s mehr zu meiner Person …

Organisatorische Details

WANN: 8. November 2019, 18:45 ~ Ausstellungseröffnung & Vortrag

WO: Kurhaus Bad Mühllacken, Bad Mühllacken 55, 4101 Feldkirchen

ANMELDUNG: Die Teilnahme ist kostenlos! Deine Anmeldung erleichtert mir jedoch die Planung, daher sage ich DANKE! für deine Anmeldung unter:  office@worteformenbilder.com oder 0660 – 5010627.

Download Einladung …

Ich freue mich auf dein Kommen!

***

Du willst automatisch über aktuelle Beiträge sowie über die kostenlosen Vorlagen, Inspirationen & Tools von >>worte formen bilder<< informiert werden? Dann klicke jetzt auf  Blog abonnieren 

Der süße Sommer-Erwartungs-Cocktail

… und seine bittere Note

Text & Illustration: Tanja Maria Peherstorfer

Das Cocktailglas ist prall gefüllt. Gelangweilt schwimmt die Cocktailkirsche zwischen Zitronen-Zesten und Minze-Blätter ihre Runden. Leise klatschen die Soda-Wellen an den faulen Kirschenbauch. Meeresduft liegt in der Luft.

Während die Meeresbrise sanft ihren salzigen Duft verströmt und sich alles in illusorischer Ruhe wiegt, durchbricht der Strohhalm ungestüm die Cocktail-Ruhe. Wie wild stochert er auf Minze-Blätter und Zitronen-Zesten ein. Unbemerkt hat sich das Crash-Eis auf den Boden des Cocktailglases zurückgezogen. Das unruhige Stochern macht jedoch auch vor ihm nicht Halt, klirrend wird das Eis durchbrochen.

(c) worte formen bilder

Wo vor einem Moment noch Cocktail-Kirsche, Minze und Zitrone in stiller Eintracht ihren Runden zogen, herrscht jetzt Sturm im Sommer-Cocktail-Glas. All die süßen Erwartungen haben sich an diesen einen Strohhalm geklammert: >>Der Sommer muss Entspannung, Sport, Genuss, Spaß und Chillen bringen!<<

Das Sommer-Wollen

Am Rezept für den Urlaubs-Cocktail wurde den gesamten Vor-Sommer konsequent getüftelt. Innere Bilder von warmen Sommerabenden, heißen Badetagen, coolen Bike-Trails, Frühstück im Garten & Co haben sich im Gehirn bequem breit gemacht.

Voller Erwartungen stehen die Bilder in den Startlöchern und warten auf das Signal „Urlaub!“, um abgespult zu werden. Wenn dann endlich die Urlaubsglocke ertönt, sprudeln sie ungezügelt hervor und sorgen für manchen Sturm im Sommer-Cocktail-Glas.

Die sorgfältig angelegten Erwartungs-(Ge)schichten vermischen zu einem farblosen Gebräu. Bitter ist der Geschmack, wenn das Außen dem erwartungsvollen Innen so wenig entspricht.

Meine Sommer-Realität

  • An 4 von 7 Urlaubstagen trübt Schlechtwetter die Urlaubsbrille.
  • Die Arbeit schreit laut aus dem Homeoffice-Büro.
  • Der Putzteufel schleicht mit erwartungsvollem Blick aus der Besenkammer und drückt mir wortlos den Putzkübel in die Hand.

Bilder von flowigen Bike-Trails verschwinden unter dem leisen Geklapper der Tastatur – der Schlechtwetter-Ruf des Homeoffice-Büros wurde erhört. Bilder von entspannten Badetagen gehen im Schaum des Putzwassers unter. Ja, auch der Putzteufel wurde erhört.

Was bleibt …

Am Boden des ausgetrockneten Cocktail-Glases fristet nur noch die knallrote Cocktail-Kirsche ihr tristes Dasein. Hat der Sommer die gewünschte fruchtig-leichte Süße gebracht?

Rezepte für den erwartungslosen Geschmack

Tja, Mentaltrainerin hin oder her – heuer bin ich leider voll in die Sommer-Erwartungs-Falle getappt. Mein Cocktailglas ist leer, es braucht ein neues Rezept!

  • Die knallrote Erwartungs-Kirsche wird aus dem Glas gekickt – ist eh viel zu süß.
  • 1 cl Vergangenheit: das schönste Sommer-Erlebnis 2019 … rein damit ins Glas!
  • 1 cl Zukunft: welch schöner Herbst-Moment steht jetzt schon im Kalender?
  • 50 cl Hier & Jetzt: was war heute mein besonderer Moment – die kleinen Dinge verleihen dem Cocktail fruchtigen Geschmack!
  • Ein süßer Hauch von Vorfreude auf das was kommen mag, verziert den Rand des Glases.
  • Zitrone und Minzeblatt, um unsere Geschmacksnerven an die Frische des Sommers zu erinnern.

Gerührt, nicht geschüttelt. Goodbye Summer!

Du willst automatisch über aktuelle Beiträge sowie über die kostenlosen Vorlagen, Inspirationen & Tools von >>worte formen bilder<< informiert werden? Dann klicke jetzt auf  Blog abonnieren 

 

Warum es Sinn macht dem weißen Kaninchen zu folgen

und die richtigen Fische zu füttern!

Den Gedanken kaum zu Ende gedacht. Den Satz unvollendet in den Raum gestellt. Die Worte ungelenkig zu Papier gebracht. Sekundenbruchteile später ist da dieses Bild im Kopf. Formen, Farben, Struktur, Gesichter, Szenenbilder – mein Gehirn macht Kino. Ganz in Manier des chaotischen Regisseurs holt es eine Filmrolle nach der anderen aus dem Fundus. Ein wahrer Laden der Geheimnisse à la Alice im Wunderland tut sich da auf. Neugierig folge ich dem weißen Kaninchen und bastle mir meine eigene (innere) Bilderwelt.

(c) worte formen bilder

Das weiße Kaninchen als Sinnbild dafür, dass die Fantasie auf Reisen gehen darf. Eine Einladung, die ich immer wieder gerne annehme. Blühend bunt, das war sie schon immer, meine Fantasie. Der Traum, gefühlt viel näher bei der Realität als bei der Illusion. Die Wunschwelt, ein Raum mit unendlich vielen Türen. Jede Tür eine Möglichkeit, aber nicht jeder Schlüssel passt.

(c) worte formen bilder

Manche von uns haben den Schlüssel zu dieser inneren bunten Bilderwelt verloren. Die Augen nur nach außen gerichtet, sind sie sich dieser geheimnisvollen Welt nicht mehr bewusst. Konzentriert öffnen sie im Außen eine Tür nach der anderen, keine Zeit bleibt für >>sinnlose<< Fantasiereisen.

Und dennoch ist sie da – die Fantasie!

Jeder von uns lebt täglich mit und durch seine Fantasien. Von den ExpertInnen handle ich mir jetzt einen Fingerklopfer ein, denn natürlich ist es nicht die Fantasie, die uns durchs Leben führt, aber etwas sehr ähnlich Unfassbares. Denn es ist das Unbewusste, das uns durch unseren Alltag navigiert. Ähnlich nebulös wie die Fantasie steuert es in 95 Prozent der Fälle unser Handeln.

5% Bewusstsein?!

Ja, richtig gelesen! Es sind tatsächlich nur lächerliche 5 Prozent unseres Handelns, die aus dem bewussten Denken heraus funktionieren. Den Rest der Zeit spielt sich das Unbewusste in unserem Gehirn groß auf und sorgt dafür, dass wir scheinbar wohl überlegt die richtigen Entscheidungen treffen. 

Der große Teich des Unbewussten

Ich stelle mir das Unbewusste wie einen großen Teich mit vielen verrückten Fischen vor. All das, was uns im Leben an guten Ratschlägen, Überzeugungen und Wahrheiten präsentiert wurde, schwimmt in diesem Teich. Täglich werden die Fische mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen gefüttert. Und so passiert es ganz selbstverständlich, dass die hinterfragenden, zweifelnden, manchmal grantigen schwarz-weiß Fische immer fetter werden und die fröhlich-bunten fast vollständig in deren Schatten verschwinden. Denn die Krux an der Sache ist, dass negative Erfahrungen ganz selbstverständlich den Raum in unserem Unbewussten einnehmen, positive Erlebnisse schlüpfen hingegen meist ungesehen durch. Und so füttern wir täglich unsere schwarz-weiß Fische, bis der Teich kippt.

(c) worte formen bilder

5% vs. 95%

Jetzt stellt sich die Frage, warum wir so viel Wert auf bewusstes Denken legen, wenn es doch nur 5 Prozent unseres Denkraumes einnimmt?! Tja, es ist wohl an der Zeit sich dem großen Rest zu widmen. Denn um unsere inneren Bilder und damit unser äußeres Handeln zu verändern, braucht es mehr als die bloße bewusste Konzentration auf positive Gedanken und Glaubenssätze (Affirmationen). Vielmehr muss der Verstand lernen, das Unbewusste als vertrauensvollen Partner zu sehen.


Um unsere innere Haltung auf Dauer zu verändern, müssen wir unsere Glaubenssätze nicht nur auf der bewussten, sondern auch auf der unbewussten Ebene verändern.

Lissa Rankin, Mind over medicine.

Warum es daher Sinn macht, dem weißen Kaninchen zu folgen …

(c) worte formen bilder

Und somit sind wir wieder beim weißen Kaninchen, das seine Spuren durch unsere Fantasiewelt zieht. Was würde passieren, wenn wir unser Kaninchen mal von der Leine lassen und es bepackt mit guten Gedanken durch unser Unterbewusstsein streifen lassen? Die Neugierde im weißen Fell versteckt, würde es eine Tür nach der anderen öffnen. Mal durchlüften und der Vielfalt in uns ein bisschen Licht verschaffen. Natürlich würden wir ihm ordentlich viel gutes gedankliches Fischfutter mitgeben, damit die kleinen bunten Schattenfische an Präsenz und Kraft gewinnen.

Mit jeder Kaninchenreise würde der Teich des Unbewussten klarer und reiner werden. Die miesepetrigen Fische würden ihr Schattendasein tief unter den bunten, fröhlichen Fischen führen und nur zu besonders mühsamen Gelegenheiten auftauchen.

(c) worte formen bilder

Kaninchen, geöffnete Türen, Teich, bunte Fische … die visuellen Anker sind gesetzt. Wenn du wieder einmal gedanklich die falschen Fische fütterst, denk einfach an das weiße Kaninchen 😉

Eine kleine Aufwachgeschichte vom weißen Kaninchen und den Fischen … wer jetzt noch keine Lust hat auf Gedankenreise zu gehen …

Neugierig, Tanja Maria!

Du willst automatisch über aktuelle Beiträge sowie über die kostenlosen Vorlagen, Inspirationen & Tools von >>worte formen bilder<< informiert werden? Dann klicke jetzt auf >>Blog abonnieren<<!

Gelesen: „Wie Träume wahr werden“

Neben dem, was schon existiert, und dem, was nicht existiert, […] gibt es auch noch das, was noch nicht existiert, was aber jederzeit Realität werden kann, wenn dafür günstige Bedingungen eingetreten oder geschaffen worden sind.
(G. Hüther)

Die Träume – das noch nicht Existierende! Nicht erfüllte Träume erzeugen in unserem Gehirn Inkohärenz. Sprich ein Ungleichgewicht, das den Energieverbrauch im Gehirn erhöht. Wir spüren intuitiv, dass irgendetwas aus dem Lot ist und versuchen alles zu tun, um wieder ins Gleichgewicht zu finden. Aber tun wir das richtige?

>>Wie Träume wahr werden<< – was verbirgt sich hinter dem Titel des neuen Buches von Gerald Hüther, Sven Ole Müller und Nicole Bauer? Ein Kochbuch für Traumfänger? Eine Anleitung, um wieder Balance ins Köpfchen zu bringen?

Be inspired …

Ich habe schon immer gerne geträumt. Tagträume gehörten als Kind zu meinem täglichen Ritual. Das Erwachsenwerden hat sie weggespült, diese wunderbaren, kurzweiligen Phantasiereisen und hat das erreichbare Ziel anstelle des nebulösen Traums treten lassen.

In meinem letzten Blogbeitrag „Wenn der Traum mit dem Wunsch spazieren geht“ habe ich dir einen ersten Einblick in den lautstarken inneren Dialog zwischen Traum und (scheinbarer) Wirklichkeit gegeben. Anscheinend ein gedanklicher Vorbote, der mir das druckfrische Buch von Gerald Hüther in die Hände gespielt hat.

Schon seit Jahren hefte ich mich an die literarischen Fersen des Hirnforschers Gerald Hüther. Immer wieder begeistert es mich, wie er Menschen mit seinen Worten dazu anregt ums krumme Eck zu denken.

Inspiriert bin ich. An Motivation habe ich gewonnen. Die Freude an meinem Tun ist wieder gewachsen. Das Bewusstsein, dass es, um die eigenen Potentiale entfalten zu können, den gemeinschaftlichen Austausch braucht, hat sich unübersehbar in mein Leben gestellt.

Das Buch und seine vielen Geheimnisse

Das Geheimnis der Potentialentfaltung!
Das Geheimnis des Gelingens!
Das Geheimnis funktionierender Gemeinschaften!

So viele Geheimnisse in einem Buch, das lässt mich nicht lange zögern, es braucht einen neugierigen Blick ins Buch …

Das eben erschienene (September 2018) Buch von Gerald Hüther, Sven Ole Müller und Nicole Bauer hat mich durch die ehrlichen, klaren Worte der Autoren und auch Protagonisten der Buchgeschichte gefesselt und berührt.

Es geht um die Geschichte von Nicole Bauer, Sven Ole Müller und deren Amateurteam, das 2016 völlig überraschend, mit nur elf Monaten Vorbereitungszeit, das Race Across America (RAAM) gewonnen hat. Das RAAM ist nicht irgendein Rennen – 5.000 Kilometer, 50.000 Höhenmeter, 12 US Bundesstaaten und 4 Zeitzonen werden Nonstop durchquert – nicht umsonst wird es als das härteste Radrennen der Welt bezeichnet.

Nein, dieses Buch ist nicht noch eines dieser Motivationsbücher, die den körperlichen und mentalen Kampf von SpitzensportlerInnen beschreiben und uns Normalos dabei ganz schön blass aussehen lassen. Es ist vielmehr die Geschichte einer Gemeinschaft, eines Teams, das sich zusammengefunden hat, um ein gemeinsames Ziel – einen Traum – zu erreichen.

Warum der Erfolg nicht (aus)reicht!

Es ist das Ziel, das unserem Weg eine Richtung vorgibt. Es ist der Wille, der uns den nötigen Antrieb gibt. Es ist der zu erwartende Erfolg, der unsere Motivation aufrechterhält.

Laut Hüther ist es nicht der Erfolg, der uns vorwärts bringt, sondern das Gelingen.

Der Erfolg ist ein Nebeneffekt des Gelingens.
(G. Hüther)

Gelingen, bis jetzt war das für mich ein sehr schwach besetzter Begriff. Hüther führt in diesem Buch jedoch sehr anschaulich in die vier Geheimnisse des Gelingens ein.

Das Gelingen ist ein Ausdruck der Entfaltung eines bis dahin verborgenen, aber in den real existierenden Gegebenheiten bereits angelegtes Potential. Um es Wirklichkeit werden zu lassen, setzen wir unsere vorhandenen und verfügbaren Ressourcen ein.

… so das 4. Geheimnis des Gelingens.

Den Sinn bei Laune halten …

Mit meiner Selbständigkeit erfülle ich mir fast täglich mein großes Sehnen nach (Selbst-)Verwirklichung. Fokussiert versuche ich mein Handwerk als Mentaltrainerin für mich und meine persönliche Zielerreichung zu nutzen. Ziele spezifizieren, messbar machen, motiviert verfolgen, um möglichst bald bzw. oft einen Erfolg verbuchen zu können.

Der Fokus auf den Erfolg verstellt auch mir oft den Blick auf das Gelingen, sprich auf die Entfaltung meiner angelegten Potentiale. Schnell verliert man sich in all dem TUN und merkt gar nicht, dass sich die Begeisterung auf halbem Weg verabschiedet hat, das Gehirn sich schon lange fragend nach dem Sinn umblickt, der sich müde am Wegesrand niedergelassen hat.

JETZT braucht es einen Richtungswechsel! Das Gehirn fasst sich ein Herz, fokussiert den Sinn und lockt ihn mit dem Glückshormon der Vorfreude, um wieder in Bewegung zu kommen. Unser hauseigenes Antriebssystem springt an, die Rädchen laufen wie geschmiert, das Ziel wird motiviert weiterverfolgt.

In einem Bad von Glückshormonen schraubt sich die Begeisterung nach oben und der Weg verankert sich in unserem Gehirn. Sinn aktiviert, Weg beschritten, Lösung gefunden, Ziel erreicht – mit Freude gelernt! Es ist gelungen!

Das Buch inspiriert …

Gelingen – Gemeinschaft – Potentialentfaltung … beim Lesen dieses Buches formen sich viele neue Bilder. Die offenen Einblicke der Co-Autoren in ihre Motivationswelt machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen, das den Traum vom Gelingen ganz groß werden lässt. In Augenhöhe mit dem Willen steigt Lust, gemeinsam ins Tun zu kommen.

Sven Ole Müller:  „Entscheidend ist der Weg. Der Weg ist das Leben. Ergebnisse und Erfolge sind nur die logische Konsequenz.“

Nicole Bauer: „Wir haben den Beweis dafür geliefert, dass scheinbar Unmögliches im richtigen Teamgebilde machbar ist, dass es an der Zeit ist, mit unseren Konventionen bei der Auswahl von Menschen zu brechen, und vieles mehr.“

Absolut lesenswert! Absolut inspiriert!
Tanja

Wenn der Traum mit dem Wunsch spazieren geht …

Ein Dialog zwischen zwei Gleichgesinnten, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Traum: Der Applaus verebbt ganz langsam, wohlwollende Blicke nicken mir bestätigend zu. Wortlos, aber mit ehrlicher Begeisterung, gratulieren mir die Augenpaare im Publikum. In Gedanken regnet es Konfetti. Äußerlich verneige ich mich dankend und verlasse leise die Bühne.

Wunsch: Was willst du mit dem pathetischen Geschwafel? Regnet es nun Konfetti oder nicht? Warum stehst du eigentlich auf der Bühne? Bist du Schauspielerin, Sängerin, Kabarettistin oder was soll der Traum von den Brettern, die die Welt bedeuten?

Traum: Du schaffst es immer wieder! Messerscharf zerplatzt du mit deinen Worten meinen Traum.

Wunsch: Oh, unser Sensibelchen! „I have a dream!“ – so verloren wie du von deinen Träumen philosophierst kann das ja nichts werden. Was willst du wirklich? Was motiviert dich?

Traum: Lass mich leben in meiner dunstigen Welt. Es muss nicht immer alles klar, planbar und realistisch sein. Dein Wollen schnürt mir die Luft ab. Ich will träumen!

Wunsch: Hallo Widerspruch: „Dein Wollen schnürt mir die Luft ab. Ich will träumen!“ – was jetzt, willst du oder willst du nicht? Du machst mich wahnsinnig mit deinem losen Geplapper.

Traum: Schon klar Mister „I know what I want!“ – ohne meine Visions-Kraft wärst du nur ein armseliger Zuschauer, der sich durch das banale Wunschprogramm „Schlafen + Essen“ zappt. Vielleicht noch eine Prise „Selbstverwirklichung“ fürs Ego, aber dann ist es auch schon aus mit der großen Wunschkraft. Immer schön am Boden bleiben, das Leben ist ja keine Wunschkonzert! Du scheinst zu vergessen, dass es ich bin, die echte Farbe ins Lebensfernsehen bringt.

Wunsch: Ja, die Farbpaletten in Gedanken mischen, das kannst du gut – da ziehe ich meinen Hut! Aber die Farbe aufs Papier zu bringen und ihr Gestalt zu geben, da braucht’s dann doch wieder mich, das banale Wollen, das messerscharf die farblichen Grenzen zieht.

Traum: Ist ja okay, ich weiß deine Qualitäten zu schätzen. Dein klarer Blick, der meiner Phantasie Form gibt, deine Willenskraft, die mich in Bewegung bringt und deine Motivation, die mich weiter antreibt. Aber erkenne auch meine Stärken! Ich lasse mich nicht vom Tellerrand aufhalten, mutig blicke ich darüber hinaus.

Oder um es mit den Worten von Richard Bach zu sagen:

Was für eine Raupe das Ende der Welt ist, das ist für den Meister ein Schmetterling.

Wunsch: D.h. ich bin die Raupe und du der Schmetterling?

Traum: Nein, wir sind beide beides. Ich sehe den Schmetterling, der in der Raupe noch nicht sichtbar ist. Du siehst die Raupe und willst, mit meinem Bild im Kopf, einen Schmetterling basteln. Wir brauchen beides um ans Ziel zu kommen: meine Schmetterlings-Vision und deine Bastel-Motivation.

Wunsch: Okay, ich hab’s verstanden! Kühl wird’s hier draußen, darf ich mein banales Wunsch-Programm äußern?

Traum: Klar!

Wunsch: Wie sieht’s aus mit Kaffee & Kuchen?

Traum: „I have a dream!“ – Sachertorte mit Schlag 🙂

Traum oder Wunsch?

Im Sternzeichen Fisch geboren, bin ich ganz klar auf der Traum-Seite zuhause. Das Leben hat mich jedoch schnell gelehrt, dass sich der Traum ohne den sportlichen Motivator Wunsch selten aus seinem stillen Kämmerchen wagt. Und so habe ich mich Schritt für Schritt mit dem Wollen angefreundet. Aus einer Zweckfreundschaft ist immer mehr ein wertschätzendes Miteinander geworden. Heute gehen wir regelmäßig gedanklich spazieren und schätzen die Gesellschaft des anderen.

Mit wem gehst du im Leben spazieren?

Gibt es in deinem Leben einen Traum, der dich gedanklich immer wieder begleitet?
Beschäftigt dich ein konkreter Wunsch, der dich nicht ruhen lässt?

Du weißt nicht, ob es sich bei deinem Traum um einen Wunsch handelt, oder bei deinem Wunsch um einen Traum? Dann versuche dein Anliegen in Worte zu fassen. Vervollständige die Sätze:

„Ich träume von …“
„Ich will …“

Du wirst vielleicht feststellen, dass dir der Traum ganz leicht von den Lippen geht. Am Traum hängt keine Verpflichtung. Mit seinem nebulösen Charakter schafft er keine Verbindlichkeiten. Der Wunsch hingegen bekommt durch sein „Ich will“ eine enorme Kraft. Plötzlich steht ein Motiv im Raum und fordert uns auf ins Handeln zu kommen.

Dein Wunsch-/Traum Spiel

Damit Wunsch und Traum sich auf deinem Weg blicken lassen, rate ich dir, mal ganz ohne objektiven Alltagsblick ins Wünschen und Träumen einzusteigen. Als kleine Inspirationshilfe mag dir die Vorlage >>Wunschzettel<< dienen. Die Anleitung dazu:

  • den Wunschzettel doppelseitig ausdrucken
  • die Kärtchen ausschneiden
  • die Kärtchen mit deinen Wünschen und Träumen intuitiv beschriften
  • die Kärtchen mit der ein.blick-Seite nach oben verdeckt auflegen
  • ziehe 2 Karten – lasse dabei dein Gefühl entscheiden

Welche Wünsche oder Träume kommen zum Vorschein?

„Ich träume von …“ – „Ich will …“ – zwei Gegenpole, ein verbindender Weg? Wie groß ist der Traum? Wie kraftvoll ist der Wunsch? Was passiert wenn Traum und Wunsch sich begegnen? Von wo machst du dich auf den Weg – vom Traum oder vom Wunsch?

Das Entscheidende ist ein guter Start; dann kommt alles andere wie von selbst.
(Dan Millman)

Einen traumhaften Start wünsche ich!

Herzlichst, Tanja

P.S.: Du willst dich am Traum-Wunsch-Weg begleiten lassen? Gerne helfe ich dir mit dem ein oder anderen ein.blick weiter …

Du willst automatisch über aktuelle Beiträge von >>worte formen bilder<< informiert werden?
Dann klicke jetzt auf >>Blog abonnieren<<!

Zeit und Punkt. Die ewige Suche nach dem richtigen Timing

Die Kunst als LehrmeisterIn! Warum wir von der Street Fotografie fürs Leben lernen können.

Ganz leise kommt es in Bewegung. Wellenförmig schmiegt es sich an den Rand, bevor die Hitze zu groß wird. Aus den Wellen bilden sich Täler und Berge, aus der Hitze wird eine kochende Glut. Wie wild hüpfen sie auf und ab, nur nicht verkochen!

Sofort besänftigt wird die heiße Brüh – 4 Minuten im wohltemperierten Whirlpool und die Eier sind fertig.

Zeit und Punkt

Ganz genau wissen wir, wann das Frühstücksei das heiße Nass verlassen muss, um uns wohl zu schmecken. 4 Minuten in der kochenden Brüh und es ist perfekt – Zeit und Punkt definiert.

Das war’s dann aber auch schon mit unserer Zeit-Punkt-Präzision. Nirgendwo sonst haben wir das Timing so perfektioniert, wie beim Eierkochen. Andernorts quälen wir uns mit der Zeitpunktsuche. Schieben und schieben ihn hinaus, in der Hoffnung, dass vielleicht doch noch vom anderen Ende der Welt eine HelferIn auftaucht, der oder die uns die Sache regelt.

Nur blöd, wenn da keiner ist, der für uns die Fäden in die Hand nimmt. Chancen bleiben ungenutzt, Konflikte werden nie gelöst, Verborgenes bleibt versteckt, Verschwiegenes wird nie gehört und viel Brodelndes kommt nie zur Ruhe.

Nur blöd, wenn sich dann wie aus dem Nichts die Ungeduld an unsere Seite stellt. Zu viel Zeit ist vergangen, auf den Punkt will sie es jetzt bringen. Die richtigen Worte zu sammeln, dafür bleibt jetzt keine Zeit. Mhmmm – nicht selten verbrennen wir uns mit der Ungeduld die Finger und erst recht die Zunge.

Beeil dich!

„Ich muss mich beeilen!“ nur einer der fünf Antreiber, die uns durchs Leben begleiten. Der Kopf fliegt den Schultern davon, in aerodynamischer Haltung hasten wir durchs Leben. Der Gedanke kaum zu Ende gedacht, schon kommen wir in Bewegung. 1, 2, 3, 4 Sachen schultern wir ohne Problem und auch die fünfte Sache jonglieren wir mit Leichtigkeit.

Obwohl unser „Beeil dich“ sich grundsätzlich keine Chance entgehen lässt, ist er/sie dennoch keine MeisterIn des richtigen Zeitpunkts. Manch bedeutsamer Moment wird ungesehen von der Hektik verschluckt.

Den Moment einfangen

„Man ärgert sich am meisten über jene Bilder, die man nicht gemacht hat.“ – sagt der Fotograf an meiner Seite, Jörg Rusche. Er ist Meister darin, den richtigen Moment einzufangen. Oft recht alltäglich ist die Szenerie, die er aufs digitale Fotopapier bannt und dennoch haftet ihr etwas ganz Besonderes an. Denn sie existiert nur für einen Sekunden-Klick, um dann kaum gesehen in der Vergangenheit zu verschwinden.

Fotografie statt Mentaltraining

Durch und durch Mentaltrainerin gebe ich an dieser Stelle gerne meine Coaching-Weisheiten zum Besten. Nicht so dieser Tage! Heute darf mal die Kunst, im Speziellen die Street-Fotografie, unsere LehrmeisterIn sein. Wie können wir von dieser Profession das richtige Timing lernen?

Das kleine Regelwerk der Street-Fotografie

1.) Du musst schon da sein!

Die Street Fotografie: Um den richtigen Moment einzufangen, musst du schon da sein bevor „es“ passiert. Mit einem ersten Bild im Kopf bringt sich der/die FotografIn in Position, beobachtet die Szenerie und feilt geduldig an dem inneren Bild.

Das Leben: Dem richtigen Timing kann man nicht nachhetzen. Um den Zeitpunkt zu nutzen, müssen wir schon dort angekommen sein, im Moment, im Augenblick, wo wir die Chance mit aller Ruhe ergreifen können. Physisch und mental bringen wir uns im „Jetzt“ in Position und entwickeln ein Gespür für den „richtigen“ Augenblick.

2.) Folge deiner Intuition!

Die Street Fotografie: Das Bild im Kopf ist die eine Sache, die Realität die andere. Sich ganz einzulassen auf den Moment, ohne das innere Bild aus den Augen zu verlieren, ist jetzt die Kunst. Es ist die Intuition, die letztendlich entscheidet, wann der Auslöser gedrückt wird.

Das Leben: Wir haben meist ein ganz klares Bild im Kopf, wohin die Reise gehen soll. Die Gunst der Stunde zu nutzen, erfordert nicht selten eben dieses Bild loszulassen. Eine Tür geht zu, eine andere auf – jetzt kommt es auf die Intuition an, wann wir welchen Schritt setzen.

3.) Gib dem Zufall Raum!

Die Street Fotografie: In dieser Art von Fotografie wird nichts konstruiert, um die Szenerie zu verschönern. Menschen, Bewegungen, Architektur, Licht, Schatten … Elemente, die einfach da sind. Der Zufall mixt uns ein ganz spezielles Bild. Es liegt an der FotografIn, ob sie dieses zufällige („schöne“) Bild sehen kann oder nicht.

Das Leben: Um dem richtigen Timing den passenden Rahmen zu geben, konstruieren wir uns Welten, die uns die nötige Sicherheit zum Handeln geben. Der nüchterne Besprechungsraum für die ernsten Themen, das romantische Candle-Light-Dinner für den Heiratsantrag, die gemütliche Kaffeehausatmosphäre für das freundschaftliche Feedback-Gespräch … der Rahmen macht aber nicht immer das richtige Timing! Manchmal werden wir durch Zufall mit Menschen oder Situationen konfrontiert, die uns so manch neue Tür öffnen können, wenn wir wollen. Es liegt an uns, ob wir die Chance sehen und den zufälligen Moment ergreifen.

Die Kunst als LehrmeisterIn

Die Kunst ist ganz oft LehrmeisterIn. Sei es das geschriebene Wort, der illustrierte Text oder eben die Fotografie.

Mit dem Handy ist der Fotoapparat immer mit dabei. Vielleicht gönnst du dir beim nächsten Schnappschuss die Zeit, tauchst bewusst in den Moment ein, um dann Intuition und Zufall das Zepter zu überlassen.

(c) Bildmaterial: Jörg Rusche

Großes Danke an Jörg Rusche für den inspirierenden Austausch zum Thema Street Fotografie und seine wunderbaren Bilder!

Catch the moment!
Tanja Maria

Text: (c) Tanja Maria Peherstorfer
Bildmaterial: (c) Jörg Rusche

Gehirn auf Urlaub! Selbstgespräche unerwünscht!

Richtig großzügig sind wir alle damit ausgestattet worden, ohne Einschränkung wurde diese Gabe beim Eintritt ins Erwachsenen-Leben verteilt: das unendliche Selbstgespräch, die gedankliche Dauerschleife, der redegewandte Einflüsterer oder wie auch immer wir diese konsequent präsente Stimme im Kopf nennen wollen.

Flieg hoch! Am liebsten würden wir diesen lästigen Dauergast zum Mond schießen. An schlechten Tagen rauscht er mit bis zu 60.000 störenden Gedanken durch unseren Geist. Kaum zu bremsen, hinterlässt er untrügliche (emotionale) Spuren in unserem Gehirn.

Kopf-Kino

Dabei hat genau diese Funktionalität des Gehirns, sich Dinge bis ins letzte Detail vorstellen zu können, sie emotional zu besetzen, um sie dann auch körperlich spürbar zu machen, enorme Vorteile.

So können wir unsere Gedanken unbeschwert auf Urlaub schicken, während wir körperlich am Weg zur Arbeit sind:

die Zehen vergraben sich im heißen Sand, der Blick verliert sich am Horizont, die Wellen flüstern dem Ohr das Gefühl der Weite zu, die sanfte, salzige Brise lässt die Gedanken im Meer versinken …

Lassen wir uns mit allen Sinnen auf dieses Kopf-Kino ein, hat unser Gehirn kaum eine Chance zu entkommen. Hormonvoll schüttet es all sein Glück in uns aus und zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht – ganz unvorbereitet, im überfüllten Bus, am Weg zur Arbeit … lächeln wir plötzlich.

Kopf-Kino – statt dem Alltagsdrama läuft heute die Urlaubs-Schnulze.

Das Alltagsdrama kontrollieren

An Zukunftsängsten und Alltagssorgen leiden vor allem Menschen, die eine Fülle an angstbesetzten inneren Bildern abgespeichert haben.

Wenn wir einmal begonnen haben, die Welt durch eine dunkle Brille zu sehen, ist das Gehirn versucht, diese negative Stimmung aufrechtzuerhalten: Es wählt die Reize aus, die zur Gefühlslage passen.Stefan Klein

Und so schaukelt sich das Alltags- bzw. Angst-Drama langsam aber beständig auf. Die Gedankenfetzen der Angst oder Überforderung formen sich zu einem großen, mächtigen Angst-Bild, einer inneren Wahrheit, die sich im Außen nur bestätigen kann.

Um diesen manifestierten Bildern die Kraft zu nehmen, braucht es Kontrolle. Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften haben eine Möglichkeit entdeckt, wie die Vorstellungskraft des Gehirns dazu genutzt werden kann, negativ behaftete Erinnerung zu destabilisieren.

Control it!

Es geht um das unliebsame Wort der Kontrolle. Wir machen uns mehrmals täglich ein Bild der Zukunft oder auch Vergangenheit. Zusammengesetzt aus bruchstückhaften Erinnerungen formt es sich ganz ungeniert, ohne auch nur einen klärenden Blick auf die Realität zu werfen. Schwer geht es mir als Tagträumerin über die Lippen, ABER „das Gehirn/der Geist braucht Kontrolle!“.

Lernen wir die eigene Aufmerksamkeit dahingehend zu trainieren, dass wir ganz bewusst einzelne Elemente einer angstbesetzten Zukunftsvision unterdrücken, verliert diese Schritt für Schritt ihre eigentliche Kraft. (vgl. Psychologie Heute 10/2017 S.42)

So wie sich die Urlaubs-Vision durch emotionsgeladene Einzelheiten, wie den warmen Sand zwischen den Zehen, nährt, so lebt auch das Alltags-Drama von einer detailreichen gedanklichen Ausschmückung. Schaffen wir es jedoch unsere Vorstellungskraft zu kontrollieren, ermöglicht uns das, unseren Ängsten einen beschränkenden Rahmen aufzuerlegen.

Jetzt-Zeit vs. Grübel-Zeit

Menschen, die von einer Angst-Störung betroffen sind, mag dieser Vorschlag überfordern. Manchmal braucht es ungewöhnliche Methoden, um unerwünschte Gewohnheiten abzulegen.

Dr. Eni Becker (Prof. Klinische Psychologie) schlägt vor, sich die >>Gedanken-Zeit<< genau einzuteilen. Was nichts anderes heißt, als das es klar definierte Zeiträume für Grübel-Gedanken als auch Gedanken-Pausen gibt. Der/Die Betroffene vereinbart mit sich selbst ein Codewort – „Freiheit“, „Schnecke“, „Purzelbaum“- ungewöhnliche Begriffe sind erlaubt. Wird das Codewort ausgesprochen, verschreibt man sich damit eine sogenannte Grübel-Pause, sprich einen Zeitraum in dem man sich ganz bewusst und ausschließlich auf das Hier und Jetzt konzentriert. Gleichzeitig definiert man einen zweiten klar beschränkten Zeitraum (z.B. eine halbe Stunde), in dem man sich wieder in den Sorgen verlieren darf. (vgl. Psychologie Heute 10/2017 S.43)

Für Menschen, die sich täglich in sorgenvolle Gedanken vertiefen, soll dies eine Möglichkeit sein, ein bisschen Kontrolle über den Steuerknopf ihres Gedankenkarussells zu gewinnen.

Runter vom Gleis, rein in den Urlaubszug!

Nicht selten habe ich das Gefühl, als hätte mein Gedankenzug den völlig falschen Weg eingeschlagen. Gefangen auf den Gleisen ist kein Richtungswechsel möglich. So rufe ich dem Schaffner mein Codewort „Fl…..“ zu, langsam kommt der Zug zum Stehen und die Notausgänge öffnen sich widerwillig.

Aussteigen – pausieren – umsteigen – ich schicke meine Gedanken auf Urlaub!

(c) worte formen bilder

Wohin geht deine (Gedanken-)Reise?

Welche Bilder braucht dein Gehirn, um entspannt zur Ruhe zu kommen?

Sonne, Meer, Berge, Seen, …?

Welche Impressionen braucht dein Körper, um ins Urlaubs-Glück eintauchen zu können?

Hitze, Wind, frische Bergluft, Meeresrauschen …

… gestalte dir dein eigenes entspanntes inneres Urlaubsbild und tauche gedankenvoll + gefühlvoll ein!

Urlaubsreif ;-), Tanja Maria

GEDANKENVOLL – frei schaukeln

Was uns so alles zu Kopf steigt …

Das Glas zu dreiviertel gefüllt mit herrlich frischer Zitronenlimonade. Mit jeder sanften Bewegung des Glases schlagen die Eiswürfel klirrend aneinander. Es ist das Geräusch von Sommer. Klirrende Eiswürfel, die leise knacken und sich vergeblich gegen ihre Auflösung wehren.

Blau-weiß gestreift, versunken in dem hellen Gelb der Limonade, lässt er sich treiben. Blau-weiß-gestreift, ganz und gar Retro, tänzelt er an der Glaswand auf und ab. Flash, die Kindheit ist da! Farbe, Geschmack und Haptik des blau-weiß-gestreiften Papier-Strohhalms sind plötzlich ganz präsent.
Ein kräftiges Luftholen, die Backen aufblasen und dann … – auch das gehört zur Erinnerung. So eindeutig das Geräusch, so gar nicht erwachsen, dafür ganz und gar aus dem EINFACH TUN WOLLEN entsprungen, türmen sich die Zitrone-Limonaden-Luftblasen aufeinander.

Im Sommer angekommen? In der Kindheit Halt gemacht? Den Geschmack von kühler, frischer Zitronenlimonade auf den Lippen?

Bleib noch einen Moment gedanklich im Sommer – bevor …

Salzburg, 28. April 2017 – es schneit seit ca. 6 Stunden. Dicke Wolken versperren mir den Blick auf meinen Hausberg. Die Kälte erlaubt es nicht, nur mit dem Frühlingsmantel bekleidet aus dem Haus zu gehen und dennoch – seit dem Schreiben der obigen Zeilen erfüllt mich ein ungestillter Durst nach frischer, klirrend kalter Zitronenlimonade. Wow – das ist Kopfkino!

Die Gedankenreise

Ein paar Worte reichen aus, um unsere Gedanken auf Reisen zu schicken. Ich liebe dieses Gedankenspiel. Als Mentaltrainerin gehe ich mit meinen KlientInnen liebend gerne auf diese farbenfrohen Gedankenreisen.

Die Augen schließen, sich von einer sanften Stimme tragen lassen, eintauchen in eine Bilderwelt, die uns Horizonte aufzeigt, die bis jetzt scheinbar unerreichbar waren. Nicht nur die Gedanken schwingen sich langsam auf den sommerlichen Takt ein, auch das Herz verändert merklich seinen Rhythmus. Die Atmung wird ruhiger, das parasympathische Nervensystem – unsere innere Bremse – übernimmt das Zepter und sorgt für innere Ruhe.

Gedankenvoll – frei schaukeln …

Der Gedanke braucht die inneren Bilder, um sich formen zu können.
Die inneren Bilder brauchen einen Maler, um sichtbar zu werden.
Der Maler braucht ein Gefühl für Form, Farbe und Motiv, um der Leichtigkeit Raum zu geben.

Als Illustratorin greife ich natürlich liebend gerne zu Pinsel und Farbe, um meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Oft führe ich den Pinsel bzw. die Feder jedoch weit weg von meinen Gedanken. Ganz bewusst schaffe ich mir auf dem Papier eine Welt, die ganz und gar nicht meiner manchmal so chaotisch, gestressten Gedankenwelt entspricht. Feder, Pinsel, Farbe und Papier bilden dann die Vorhut, in der Hoffnung, dass meine Gedanken ihnen folgen werden.

(c) worte formen bilder

Das Bedürfnis nach Leichtigkeit hat diese Illustration entstehen lassen. Sich frei schaukeln, die Beine und die Gedanken baumeln lassen. Sich noch einmal das Klirren der Eiswürfel und den Geschmack der Zitronenlimonade auf die Lippen zaubern. Luftholen, die Backen aufblasen, um dann … einzutauchen in die Leichtigkeit!

GEDANKENVOLL – frei schaukeln – welches innere Bild brauchst du dazu?

Schicke deine Gedanken auf Reisen und bilde dir deine eigene Gedankenblase, dein eigenes Entspannungsbild, dein eigenes Sommerbild etc. Willst du dir kein Bild zeichnen, dann suche dir aus deinem Fundus ein passendes Foto und packe es in deine luftig-leichte Gedankenblase.

Gedanklich schon im Sommer, Tanja

P.S.: Was passiert, wenn wir unsere Gedanken entspannt auf Reisen schicken? Antworten dazu am 20. Mai 2017 in Mondsee beim ein.blick GLÜCKSFRÜHSTÜCK. Details dazu …

Unser Gehirn und seine Bilder …

Gedanken

Genau genommen ist vieles von dem, was Sie „da draußen“ sehen, tatsächlich „hier drinnen“ von Ihrem Gehirn angefertigt worden […] Nur etwa 20 Prozent […] kommt direkt aus der äußeren Welt; der Rest kommt von inneren Gedächtnisspeichern […] Ihr Gehirn simuliert die Welt …Rick Hanson & Richard Mendius

Unser Gehirn simuliert die Welt!

Ich kann mich noch immer nicht entscheiden, ob mich diese Tatsache nur fasziniert oder auch beängstigt. Seit Jahren beschäftigte ich mich mit dem Gehirn oder besser gesagt mit den Mustern, die sich darin verstecken. Muster, die sich über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg Schritt für Schritt geformt haben. Überzeugungen, Wertvorstellungen bzw. Glaubenssätzen, die sich in Form neuronaler Verschaltungen im Gehirn verankert haben.

Nervenzellen-Verschaltungen sind es also, die mit entscheiden, wie wir denken, fühlen und handeln. Oder vice versa, abhängig davon, wie wir denken, fühlen und handeln, formt sich unser Gehirn.

20%

Zurück zu den 20%! Das bedeutet, dass entscheidende 80% unserer Wahrnehmung durch unser Gehirn, sprich durch unsere aktuelle Wissens- und Erfahrungswelt, geformt werden. Wie in einem kurzen Minifilm läuft dann das Erfahrungsband ab und liefert als Resultat ein Bild der Welt und ggf. eine Handlungsanweisung.

Die Minifilme in unserem Kopf!

Wir kennen sie alle, diese Minifilme. Sie tauchen zu den unmöglichsten Zeitpunkten auf. Wir bereiten uns auf eine Präsentation oder eine (scheinbar unangenehme) Besprechung vor, und der Film läuft ab. Unser Simulator macht richtig gute Arbeit und liefert uns eine wahrlich bunte Bilderwelt des Scheiterns, der Konfrontation oder gar der eigenen Inkompetenz.

Die in Ihnen enthaltenen Überzeugungen sind wie Stäbe eines unsichtbaren Käfigs, die Sie in einem Leben gefangen halten, das kleiner ist als das, das Sie tatsächlich haben könnten.Rick Hanson & Richard Mendius

Ich bin einfach schon zu oft über meine eigenen Überzeugungen und Muster gestolpert, als dass ich noch länger bereit bin in diesen Filmen ausschließlich die Rolle der passiven Zuschauerin zu spielen. Ich will gestalten! Ich will meine eigenen, neuen Filme drehen. Filme, die neue Blickwinkel eröffnen, Horizonte erweitern und mir (un)vorstellbare Chancen eröffnen.

Werde zur RegisseurIn deines Lebens!

Welche Filme oder Bilder sind es, die dich immer wieder begleiten? Sind es schöne, bestärkende Bilder, dann behalte Sie! Sind es Bilder (Erfahrungen), die dich vor Gefahren beschützen, dann behalte sie! Sind es jedoch Bilder, die dafür sorgen, dass du deine wahren Potentiale unterschätzt, dann hinterfrage sie! Hinterfrage sie und zeichne dir deine eigenen Bilder. Werde zur RegisseurIn deines Lebens!

Die neuen Bilder – die achtsamen Worte

Entscheidest du dich dafür, die Regie für deine innere Bilderwelt zu übernehmen, heißt das, dass du Achtsamkeit entwickeln darfst. Achtsamkeit im Sinne von Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit im Sinne von Bewusstsein. Bewusstsein darüber, was sich in deiner Gedankenwelt ansammeln darf.

Hanson & Mendius vergleichen die Aufmerksamkeit mit einem Scheinwerfer. All das, was vom Licht unseres Scheinwerfers erfasst wird, erhellt unseren Geist und formt unser Gehirn. Darum entscheide achtsam, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest. Entscheide achtsam, was sich in deiner Gedankenwelt ansammeln darf!

Filmpause

Manchmal braucht unser Geist einfach mal eine Pause. Kein Film, keine Bilder, keine Gedanken. Immer mehr Menschen tauchen über die  Meditation  in die gedankliche Stille ein. Aber es ist wahrlich eine Herausforderung auf die innere Pause-Taste zu drücken, sich im Hier & Jetzt einzufinden und sich auf die vollkommene Leere einzulassen.

So verrückt es auch klingen mag, aber Gedankenleere will geübt sein. Lass dich dennoch nicht abschrecken und beginne vielleicht nicht unbedingt damit, Leere und gedankliche Stille zu erzwingen. Beginne mit dem, so denke ich, einfacheren Weg und schicke deine Gedanken auf Urlaub. Gönnen ihnen einen Spaziergang am Strand, lasse sie in der Sonne baden und genieße es, wie sie sich allmählich entspannen, bevor sie aufgetankt in den Alltag zurückkehren.

Viel Freude beim Gestalten deiner eigenen Bilderwelten!

Tanja Maria

P.S.: Die oben dargestellten Bilder sind in Form von  Affirmations-Billetts  erhältlich.

Ich tauche auf und zeige voll Stolz meine Potentiale

Potential
Ich tauche auf und zeige voll Stolz meine Potentiale!

Meine Potentiale, ein großes Wort für das Können und Wissen, das in mir steckt?“ Die Worte können nicht groß genug sein, denn in jedem von uns stecken Potentiale, die den Rahmen des Wortes an sich schon sprengen würden.

Wie schnell …

Wie schnell vergessen wir, was wir als Kinder geschickt gemeistert haben? Wie schnell fügen wir uns in den Potential-Rahmen, den Schule und Gesellschaft für uns vorsehen? Wie schnell verschließen wir die Augen vor dem, was uns von Herzen begeistert und antreibt. Wie schnell verankert sich der Glaubenssatz des „Nichtkönnens“ in unserem Denken und Handeln?

Wie lange …

Wie lange braucht es, um diesen Glaubenssatz wieder zu verabschieden? Wie lange braucht das Gehirn, um ein altes Muster zu löschen und ein neues zu etablieren?

21 Tage, 28 Tage, 8 Wochen, etc. die Angaben variieren. Aber Vorsicht! – Es geht nicht nur um das „WIE LANGE“ mindestens ebenso bedeutend ist das „WIE“. Unsere Überzeugungen, geprägt über Jahre hinweg, sind so stark, dass wir an ihnen hängen, wie an „selbstgeschmiedeten Ketten“, wie der Neurobiologe Gerald Hüther so bildhaft formuliert. Selbst geschmiedet in dem Sinne, dass keiner von uns mit einem Paket von Glaubenssätzen auf die Welt gekommen ist, wir haben sie Schritt für Schritt erlernt. Unsere Überzeugungen führen unser Handeln, die Handlung vertieft das innere Muster (Überzeugung), die Kette wird wieder ein Stück stabiler.

Die selbst geschmiedeten Ketten sprengen …

Reicht es daher, dass wir uns einfach neue Glaubenssätze suchen und diese wie ein Mantra durch unser Gehirn wandern lassen? Reicht dieses mentale Training, um uns von tief verankerten (veralteten) Vorstellungen loszulösen?

Und wenn diese Vorstellungen so eng mit dem Herzen verbunden sind, dass man sich nicht von ihnen lösen kann, ohne »sein Herz zu zerreißen«, so heißt das eigentlich nur, dass an diesen Vorstellungen Gefühle hängen, dass unsere Vorstellungen, damals, als sie entstanden sind, an Gefühle gekoppelt worden sind, die sich nun nicht so ohne weiteres wieder davon abtrennen lassen.Gerald Hüther

Das Gefühl – der Knackpunkt! Ohne Gefühl lässt sich wohl keine dieser geschmiedeten Ketten sprengen. Ich muss mein Gefühl, mein Vertrauen und mein Herz dazu einladen, meine Partner bei diesem Aufbruch zu sein.

Darum die Bilder …

Als Mentaltrainerin arbeite schon viele Jahre mit Glaubenssätzen. Selbst ein sehr verstandsbehafteter Mensch, war ich immer auf der Suche nach etwas, dass es mir erlaubt dem Gefühl mehr Raum zu geben. Mit den Bildern, die ich jetzt rund um die Glaubenssätze bastle, konnte ich diesen Raum schaffen.

Von Herzen kommen die Bilder, sie sollen auch in deinem Herzen etwas bewegen!

Ich tauche auf und zeige voll Stolz meine Potentiale!“ – es ist oft wahrlich ein tiefes Auftauchen. Es braucht alle Kraft aus Herz, Gefühl und Geist, um die Oberfläche zu durchstoßen. Das kräftige, bewusste, vielleicht auch atemlose Gefühl des Auftauchens ist in diesem Bild versteckt.

Luftholen, durchtauchen – wenn dir dieses Motiv in einem meiner Shops begegnet, nimm es mit, sieh es als Anstoß und zeige deine Potentiale!