Unser Gehirn und seine Bilder …

Genau genommen ist vieles von dem, was Sie „da draußen“ sehen, tatsächlich „hier drinnen“ von Ihrem Gehirn angefertigt worden […] Nur etwa 20 Prozent […] kommt direkt aus der äußeren Welt; der Rest kommt von inneren Gedächtnisspeichern […] Ihr Gehirn simuliert die Welt …Rick Hanson & Richard Mendius

Unser Gehirn simuliert die Welt!

Ich kann mich noch immer nicht entscheiden, ob mich diese Tatsache nur fasziniert oder auch beängstigt. Seit Jahren beschäftigte ich mich mit dem Gehirn oder besser gesagt mit den Mustern, die sich darin verstecken. Muster, die sich über Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg Schritt für Schritt geformt haben. Überzeugungen, Wertvorstellungen bzw. Glaubenssätzen, die sich in Form neuronaler Verschaltungen im Gehirn verankert haben.

Nervenzellen-Verschaltungen sind es also, die mit entscheiden, wie wir denken, fühlen und handeln. Oder vice versa, abhängig davon, wie wir denken, fühlen und handeln, formt sich unser Gehirn.

20%

Zurück zu den 20%! Das bedeutet, dass entscheidende 80% unserer Wahrnehmung durch unser Gehirn, sprich durch unsere aktuelle Wissens- und Erfahrungswelt, geformt werden. Wie in einem kurzen Minifilm läuft dann das Erfahrungsband ab und liefert als Resultat ein Bild der Welt und ggf. eine Handlungsanweisung.

Die Minifilme in unserem Kopf!

Wir kennen sie alle, diese Minifilme. Sie tauchen zu den unmöglichsten Zeitpunkten auf. Wir bereiten uns auf eine Präsentation oder eine (scheinbar unangenehme) Besprechung vor, und der Film läuft ab. Unser Simulator macht richtig gute Arbeit und liefert uns eine wahrlich bunte Bilderwelt des Scheiterns, der Konfrontation oder gar der eigenen Inkompetenz.

Die in Ihnen enthaltenen Überzeugungen sind wie Stäbe eines unsichtbaren Käfigs, die Sie in einem Leben gefangen halten, das kleiner ist als das, das Sie tatsächlich haben könnten.Rick Hanson & Richard Mendius

Ich bin einfach schon zu oft über meine eigenen Überzeugungen und Muster gestolpert, als dass ich noch länger bereit bin in diesen Filmen ausschließlich die Rolle der passiven Zuschauerin zu spielen. Ich will gestalten! Ich will meine eigenen, neuen Filme drehen. Filme, die neue Blickwinkel eröffnen, Horizonte erweitern und mir (un)vorstellbare Chancen eröffnen.

Werde zur RegisseurIn deines Lebens!

Welche Filme oder Bilder sind es, die dich immer wieder begleiten? Sind es schöne, bestärkende Bilder, dann behalte Sie! Sind es Bilder (Erfahrungen), die dich vor Gefahren beschützen, dann behalte sie! Sind es jedoch Bilder, die dafür sorgen, dass du deine wahren Potentiale unterschätzt, dann hinterfrage sie! Hinterfrage sie und zeichne dir deine eigenen Bilder. Werde zur RegisseurIn deines Lebens!

Die neuen Bilder – die achtsamen Worte

Entscheidest du dich dafür, die Regie für deine innere Bilderwelt zu übernehmen, heißt das, dass du Achtsamkeit entwickeln darfst. Achtsamkeit im Sinne von Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit im Sinne von Bewusstsein. Bewusstsein darüber, was sich in deiner Gedankenwelt ansammeln darf.

Hanson & Mendius vergleichen die Aufmerksamkeit mit einem Scheinwerfer. All das, was vom Licht unseres Scheinwerfers erfasst wird, erhellt unseren Geist und formt unser Gehirn. Darum entscheide achtsam, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest. Entscheide achtsam, was sich in deiner Gedankenwelt ansammeln darf!

Filmpause

Manchmal braucht unser Geist einfach mal eine Pause. Kein Film, keine Bilder, keine Gedanken. Immer mehr Menschen tauchen über die  Meditation  in die gedankliche Stille ein. Aber es ist wahrlich eine Herausforderung auf die innere Pause-Taste zu drücken, sich im Hier & Jetzt einzufinden und sich auf die vollkommene Leere einzulassen.

So verrückt es auch klingen mag, aber Gedankenleere will geübt sein. Lass dich dennoch nicht abschrecken und beginne vielleicht nicht unbedingt damit, Leere und gedankliche Stille zu erzwingen. Beginne mit dem, so denke ich, einfacheren Weg und schicke deine Gedanken auf Urlaub. Gönnen ihnen einen Spaziergang am Strand, lasse sie in der Sonne baden und genieße es, wie sie sich allmählich entspannen, bevor sie aufgetankt in den Alltag zurückkehren.

Viel Freude beim Gestalten deiner eigenen Bilderwelten!

Tanja Maria

P.S.: Die oben dargestellten Bilder sind in Form von  Affirmations-Billetts  erhältlich.

P.S.: Mein Seminar-Tipp:  13. Mai 2017 – Die inneren Bilderwelten verstehen lernen! 

2 Kommentare

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