Schlagwort: Aufmerksamkeit

Welchen Hut trägst du heute?

JEDEN TAG TRAGEN WIR EINEN GEDANKEN*HUT. NICHT IMMER TUN UNS DIE DARIN VERSTECKTEN GEDANKEN GUT. DARUM WÄHLE WEISE, WELCHEN HUT DU HEUTE TRÄGST.

Es sind viele Hüte, die wir täglich tragen. Manche kleiden uns gut und lassen uns aufrecht durchs Leben gehen. Andere verkleiden uns gut und sorgen dafür, dass wir jene sein können, die wir sein wollen. So mancher Hut ist uns zu groß, rutscht uns unaufhaltsam ins Gesicht und versperrt uns den Blick auf das, was wichtig ist. Aus manchen Hüten sind wir längst herausgewachsen und nur die Gewohnheit sorgt dafür, dass wir sie nicht von der Hutablage kicken. Und dann gibt es noch jene Hüte, die uns die anderen aufsetzen, weil sie glauben, dass sie uns passen (müssen).

Welchen Gedanken*Hut trage ich heute?

Jeden Tag versuche ich meine Wahl bewusster zu treffen und den Blick in den Spiegel ehrlicher zu gestalten. Passt mir der Hut noch? Haben meine Gedanken darunter genügend Freiraum? Schränkt mich der Gedanken*Hut in meinem Tun auch nicht ein?

Die Hutfrage!

Die Hutfrage beschäftigt mich schon seit vielen vielen Jahren. Ob als Goldschmiedin, Wirtschaftsinformatikerin, Unternehmensberaterin, Mentaltrainerin oder Illustratorin, ich habe in meinem Leben schon viele Hüte getragen.
Die Frage: „Wer bist du und was machst du?“, konnte ich noch nie mit nur einem Satz beantworten. Ich liebe die bunte Vielfalt auf meiner Hutablage, aber sie macht auch ordentlich viel Arbeit. Mit jedem Hut tauche ich in ein eigenes gedankliches Portfolio ein, ein Spagat, den es immer wieder aufs Neue zu meistern gilt.

Das Projekt *Frau mit Hut*

Den Rollen-Spagat zu meistern ist eine Kunst, die vielen von uns (Frauen) auf den Leib geschneidert ist. Die Hutvielfalt scheint mit jedem Lebensjahr größer zu werden. Anstatt dass wir unsere bunten Schätze mit Stolz präsentieren, neigt Frau mit Vorliebe dazu, ihr Können und Wissen unter dem Hut der Bescheidenheit zu verstecken.

Aus der Deckung zu treten, der Kreativität Raum zu geben und dem eigenen Tun mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, ist Anlass und Motivation des Projektes *Frau mit Hut*.

DIE VISION * Der Hut kleidet und verkleidet. Der Hut als Symbol dafür, dass wir mutig und bewusst entscheiden dürfen, welchen (Gedanken)Hut wir tragen.

DAS ZIEL * Zum Reflektieren und Gestalten einzuladen. Frau darf sich ihren ganz eigenen Hut gestalten, der ihr jenen Rahmen gibt, den sie hier und heute braucht.

DIE IDEE * Frauenköpfe mit verschiedensten Hüten zu illustrieren, wobei jeder Hut ein Thema besetzt.

DIE UMSETZUNG * Entstanden sind 10 Frauenköpfe mit Hut, wovon sich in einem ersten Schritt 4 präsentieren wollen.

DER RAHMEN + DER RAUM * Das Kunst- bis Geschäftshaus – Hauptplatz 23 hat seine Türen oder vielmehr seine Schaukästen geöffnet und den Frauen mit Hut eine Bühne gegeben.
Im sogenannten Basar, dem Verbindungsgang zwischen dem Hauptplatz Linz und der Promenade, der parallel zur Schmidtorstraße verläuft, ist die Frau mit Hut in einem der Schaukästen zu finden. Bis Ende August 2022 freut sie sich über jeden aufmerksamen Schaufensterblick.

Die Damen

Jede der vier Hut tragenden Damen hat ihre eigene Geschichte, ihren ganz speziellen Charakter und vor allem einen klaren Fokus.

Rosalie kann ihre Locken kaum bändigen, warum sollte sie es mit ihren Gedanken tun? Gedanken*Freiheit ~ Ich lasse sie fliegen! – ist ihr Motto.
Joana hat ihr Leben mehr als nur im Griff. Ihre Challenge: „Muss ich heute schon wieder machen was ich will?“
Auf Olivia‘s Nase tanzt keiner mehr! Sie trägt ihren Hut mit Stolz und mit einer gesunden Portion Abgrenzung.
Matilda hat viele Talente und mittlerweile auch den Mut diese zu zeigen. Jeden Tag riskiert sie es aufs Neue und wächst über sich hinaus.

Ein Gedanken*Hut für dich?!

Welcher Gedanken*Hut soll dich inspirieren? Die Illustrationen zum Thema *Frau mit Hut* gibt es in unterschiedlichen Formaten im #worteformenbilder ONLINE SHOP.

P.S. Gemeinsam

Das Projekt *Frau mit Hut* ist im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes *Spielbein* entstanden. Initiiert durch die Einladung von Iris Mayr, die Schaukästen im Basar (Hauptplatz 23) zu bespielen, haben Gabriela Mayrhofer, Iris Mayr und ich uns in den kreativen Prozess des Gestaltens begeben. Entstanden ist ein Projekt, das uns die Möglichkeit gab, unserem kreativem Tun Ausdruck zu verleihen. Das Resultat zeigt sich in den Schaukästen des Basars. Nur so viel, es lohnt sich einen aufmerksamen Schaufensterblick nach rechts und links zu wagen.

Fokus, Fokus, Fokus

Fokus, Ziele

Warum ich jetzt mein Tun auf Linie bringe!

Dies ist keine belanglose *be motivated* Story, sondern ein ganz klarer Arbeitsauftrag an mich und vielleicht auch an Sie? Hier geht’s zum Plan B … 

Ich werde immer wieder gefragt, wie ich durch diese herausfordernde Zeit komme – in erster Linie als Mensch, aber natürlich auch als Unternehmerin. Wie es mir gelingt, trotz sehr schwieriger Auftragslage die Motivation hoch zu halten und Projekte voranzutreiben, die das Lockdown-Format bedienen und dieses im Idealfall auch überleben.

Ich bin ganz ehrlich, es ist nicht einfach. Und vor allem, nicht jeder Tag ist gleich. Denn selbst als Mentaltrainerin hat man seine Schmerzgrenze. Aber zum Glück habe ich Tools, die mir dabei helfen nicht in die Lockdown-Sackgasse zu laufen und wenn doch, dies möglichst bald zu erkennen.

Trick Fokus

Einer meiner „Tricks“ ist so banal, dass ich ihn bis vor kurzem für nicht erwähnenswert hielt. Aber da er mich immer wieder aufs Neue fordert, um mich letztendlich ans Ziel zu bringen, kann er doch so verkehrt nicht sein. Der Trick lautet:

  1. Fokus
  2. Fokus
  3. Fokus

Ich entscheide ganz bewusst, welchen Aufgaben ich meine Aufmerksamkeit schenke und versuche den Fokus und die Energie dort für einen definierten Zeitraum zu halten.

Trick Begeisterung

Wer schon einmal in das strahlende Lächeln von Katharina Liensberger nach einem verpatzten Skirennlauf geblickt hat weiß, was ich mit Fokus meine. Trotz der soeben eingefahrenen Niederlage ist sie, wenn man ihre Aussagen vor der Presse richtig interpretiert, mit ihrer Aufmerksamkeit rasch wieder beim Ursprungsziel „Ich will und werde das Beste geben!“.

Als Mentaltrainerin spitze ich bei den Interviews mit unseren alpinen Stars immer die Ohren und schließe insgeheim Wetten ab, wer von ihnen mental an und mit sich arbeitet. Ich gestehe, ich bin ein echter Katharina Liensberger Fan, da die Begeisterung, die sie in ihrem Job anscheinend verspürt, ungefiltert auf mich überspringt und mich wieder daran erinnert …

  1. Fokus
  2. Fokus
  3. Fokus

… kombiniert mit einer großen Portion Freude am Tun.

Motiviert am Weg oder stur in Richtung Sackgasse?

Ich erlaube mir aktuell nicht, rechts oder links zu schauen. Klingt schlimm, ist es aber nicht! Derzeit ist diese klare Fokussierung mein Antriebsmotor und Erfolgsrezept. Das „Rechts und Links“ beinhaltet für mich symbolhaft das Neue, die Zukunftsmusik, die Möglichkeiten, das Unbekannte, die Spielereien etc.

Normalerweise übe ich mich täglich im vorausschauenden Blick und liebe es Dinge auszuprobieren.  Aber, ich habe in den letzten Monate gelernt, dass damit auch viel Enttäuschung und Frustration verbunden ist. Zu viele inspirierende Ideen und Impulse sind an den aktuellen Rahmenbedingungen gescheitert, zu viel Begeisterung ist im Lockdown-Geschehen verhallt. Daher brauche ich einen erfolgreichen Plan B, der sich aus einer gesunden Mischung aus Begeisterung, Risiko und Realismus zusammensetzt.

Mein Plan B – DIE LISTE!

Ich bin nicht der Typ „Warten-bis-alles-besser-wird“, ich will aktiv gestalten. Um jedoch motiviert zu bleiben, brauche ich Erfolgserlebnisse in Form von Aktivitäten, die Sinn machen und nicht ins Leere laufen. Um dem Sisyphus-Dilemma zu entgehen, habe ich mir eine Liste gemacht – DIE LISTE!

DIE LISTE enthält Ziele und konkrete Arbeitsaufträge, die definitiv Sinn machen und vor allem krisenunabhängig von mir vorangetrieben werden können.


Zielarbeit

Das mag jetzt wenig zukunftsorientiert anmuten, aber das ist mein Weg, um die Motivation hoch zu halten und regelmäßig große oder auch kleine Erfolgserlebnisse einzufahren. Wie gesagt …

  1. Fokus
  2. Fokus
  3. Fokus

Mit dem regelmäßigen Gegencheck hinsichtlich aktueller Sinnhaftigkeit des Ziels, kann ich das Risiko, mich blind in Richtung Sackgasse zu arbeiten, minimieren.

Mit Fokus zum Egoismus?

Um mögliche Diskussionen vorwegzunehmen – Fokus bedingt weder Egoismus noch unreflektiertes Handeln! Nicht rechts oder links zu schauen heißt für mich nicht, mein Umfeld aus den Augen zu verlieren oder Dinge unreflektiert anzunehmen. Im Gegenteil, mehr denn je braucht es den Blick Richtung Begegnung, Miteinander und Toleranz. Denn aus der physischen Distanz ist mittlerweile eine große soziale geworden.

GedankenboxDarum richte ich meinen Fokus auch immer wieder auf Impulse, wie die Gedanken*Box, die Verbundenheit und soziale Nähe schaffen.

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Gehirn auf Urlaub! Selbstgespräche unerwünscht!

Richtig großzügig sind wir alle damit ausgestattet worden, ohne Einschränkung wurde diese Gabe beim Eintritt ins Erwachsenen-Leben verteilt: das unendliche Selbstgespräch, die gedankliche Dauerschleife, der redegewandte Einflüsterer oder wie auch immer wir diese konsequent präsente Stimme im Kopf nennen wollen.

Flieg hoch! Am liebsten würden wir diesen lästigen Dauergast zum Mond schießen. An schlechten Tagen rauscht er mit bis zu 60.000 störenden Gedanken durch unseren Geist. Kaum zu bremsen, hinterlässt er untrügliche (emotionale) Spuren in unserem Gehirn.

Kopf-Kino

Dabei hat genau diese Funktionalität des Gehirns, sich Dinge bis ins letzte Detail vorstellen zu können, sie emotional zu besetzen, um sie dann auch körperlich spürbar zu machen, enorme Vorteile.

So können wir unsere Gedanken unbeschwert auf Urlaub schicken, während wir körperlich am Weg zur Arbeit sind:

die Zehen vergraben sich im heißen Sand, der Blick verliert sich am Horizont, die Wellen flüstern dem Ohr das Gefühl der Weite zu, die sanfte, salzige Brise lässt die Gedanken im Meer versinken …

Lassen wir uns mit allen Sinnen auf dieses Kopf-Kino ein, hat unser Gehirn kaum eine Chance zu entkommen. Hormonvoll schüttet es all sein Glück in uns aus und zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht – ganz unvorbereitet, im überfüllten Bus, am Weg zur Arbeit … lächeln wir plötzlich.

Kopf-Kino – statt dem Alltagsdrama läuft heute die Urlaubs-Schnulze.

Das Alltagsdrama kontrollieren

An Zukunftsängsten und Alltagssorgen leiden vor allem Menschen, die eine Fülle an angstbesetzten inneren Bildern abgespeichert haben.

Wenn wir einmal begonnen haben, die Welt durch eine dunkle Brille zu sehen, ist das Gehirn versucht, diese negative Stimmung aufrechtzuerhalten: Es wählt die Reize aus, die zur Gefühlslage passen.Stefan Klein

Und so schaukelt sich das Alltags- bzw. Angst-Drama langsam aber beständig auf. Die Gedankenfetzen der Angst oder Überforderung formen sich zu einem großen, mächtigen Angst-Bild, einer inneren Wahrheit, die sich im Außen nur bestätigen kann.

Um diesen manifestierten Bildern die Kraft zu nehmen, braucht es Kontrolle. Die Forscher des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften haben eine Möglichkeit entdeckt, wie die Vorstellungskraft des Gehirns dazu genutzt werden kann, negativ behaftete Erinnerung zu destabilisieren.

Control it!

Es geht um das unliebsame Wort der Kontrolle. Wir machen uns mehrmals täglich ein Bild der Zukunft oder auch Vergangenheit. Zusammengesetzt aus bruchstückhaften Erinnerungen formt es sich ganz ungeniert, ohne auch nur einen klärenden Blick auf die Realität zu werfen. Schwer geht es mir als Tagträumerin über die Lippen, ABER „das Gehirn/der Geist braucht Kontrolle!“.

Lernen wir die eigene Aufmerksamkeit dahingehend zu trainieren, dass wir ganz bewusst einzelne Elemente einer angstbesetzten Zukunftsvision unterdrücken, verliert diese Schritt für Schritt ihre eigentliche Kraft. (vgl. Psychologie Heute 10/2017 S.42)

So wie sich die Urlaubs-Vision durch emotionsgeladene Einzelheiten, wie den warmen Sand zwischen den Zehen, nährt, so lebt auch das Alltags-Drama von einer detailreichen gedanklichen Ausschmückung. Schaffen wir es jedoch unsere Vorstellungskraft zu kontrollieren, ermöglicht uns das, unseren Ängsten einen beschränkenden Rahmen aufzuerlegen.

Jetzt-Zeit vs. Grübel-Zeit

Menschen, die von einer Angst-Störung betroffen sind, mag dieser Vorschlag überfordern. Manchmal braucht es ungewöhnliche Methoden, um unerwünschte Gewohnheiten abzulegen.

Dr. Eni Becker (Prof. Klinische Psychologie) schlägt vor, sich die >>Gedanken-Zeit<< genau einzuteilen. Was nichts anderes heißt, als das es klar definierte Zeiträume für Grübel-Gedanken als auch Gedanken-Pausen gibt. Der/Die Betroffene vereinbart mit sich selbst ein Codewort – „Freiheit“, „Schnecke“, „Purzelbaum“- ungewöhnliche Begriffe sind erlaubt. Wird das Codewort ausgesprochen, verschreibt man sich damit eine sogenannte Grübel-Pause, sprich einen Zeitraum in dem man sich ganz bewusst und ausschließlich auf das Hier und Jetzt konzentriert. Gleichzeitig definiert man einen zweiten klar beschränkten Zeitraum (z.B. eine halbe Stunde), in dem man sich wieder in den Sorgen verlieren darf. (vgl. Psychologie Heute 10/2017 S.43)

Für Menschen, die sich täglich in sorgenvolle Gedanken vertiefen, soll dies eine Möglichkeit sein, ein bisschen Kontrolle über den Steuerknopf ihres Gedankenkarussells zu gewinnen.

Runter vom Gleis, rein in den Urlaubszug!

Nicht selten habe ich das Gefühl, als hätte mein Gedankenzug den völlig falschen Weg eingeschlagen. Gefangen auf den Gleisen ist kein Richtungswechsel möglich. So rufe ich dem Schaffner mein Codewort „Fl…..“ zu, langsam kommt der Zug zum Stehen und die Notausgänge öffnen sich widerwillig.

Aussteigen – pausieren – umsteigen – ich schicke meine Gedanken auf Urlaub!

(c) worte formen bilder

Wohin geht deine (Gedanken-)Reise?

Welche Bilder braucht dein Gehirn, um entspannt zur Ruhe zu kommen?

Sonne, Meer, Berge, Seen, …?

Welche Impressionen braucht dein Körper, um ins Urlaubs-Glück eintauchen zu können?

Hitze, Wind, frische Bergluft, Meeresrauschen …

… gestalte dir dein eigenes entspanntes inneres Urlaubsbild und tauche gedankenvoll + gefühlvoll ein!

Urlaubsreif ;-), Tanja Maria