Bühne frei! On stage: dein inneres Orchester!

Hand aufs Herz – Hast du das Gefühl dein Leben schlägt in deinem Takt?

Du brauchst morgens keinen Wecker, weil deine innere Uhr dir zur richtigen Zeit die Augen öffnet? Du bist nie müde, weil dein innerer Takt dich rechtzeitig Richtung Bett begleitet? Du bist nie überfordert, weil du sensibel auf deinen inneren Rhythmus hörst, der deine Grenzen kennt? Du bist nie gereizt, weil dein inneres Orchester dich immer taktvoll begleitet?

Wie schön, du scheinst den Taktstock sicher in der Hand zu halten …

Unser Taktgeber – unser inneres Orchester

Unser bedeutsamster Taktgeber ist und bleibt unser Herz. Wie ein Dirigent stimmt er all die Musiker unseres Körpers auf seinen Rhythmus ein. Unser Körper – ein emanzipiertes Orchester – scheut sich jedoch nicht seinen eigenen Willen zu zeigen und setzt klare Zeichen, wenn es wieder einmal an der Zeit ist den Takt zu verändern. So ist es das optimale Zusammenspiel aus Dirigent und Musikern, das letztendlich aus einem Musik-Stück ein Stück Musik-Genuss macht.

Gesunde Menschen sind fähig diese Art von „Musikgenuss“ hervorzubringen, denn sie haben einen Dirigenten (Herz), der situationselastisch auf äußere und innere Impulse reagiert. So erhöht das Herz seine Frequenz, wenn wir (körperlich) aktiv sind und reduziert sie, wenn es Zeit für Regeneration ist.

Dieses Phänomen, der sich ständig verändernden Herzschlagfolge, nennt man Herzratenvariabilität (HRV). Es ist die Fähigkeit des Herzen, den zeitlichen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten immer wieder zu verändern. Damit werden die körperlichen als auch psychischen Rahmenbedingungen geschaffen, um sich flexibel den wechselnden Herausforderungen des Lebens zu stellen.

Flexibel, situationselastisch …

Flexibel, situationselastisch, anpassungsfähig – Zauberwörter, die mittlerweile fixer Bestandteil unserer Arbeitswelt sind. Wahrlich ein Paradoxon, ist es doch genau diese geforderte Flexibilität der Arbeitswelt, die oft die „gesunde“ Anpassungsfähigkeit unseres Herzens untergräbt.

Die ständige Verfügbarkeit via Smartphone macht es mittlerweile fast unmöglich einen klaren Rhythmus zwischen Arbeit und (Frei)Zeit bzw. Aktivität und Regeneration (Schlaf) zu finden. So wie wir die Arbeit am Smartphone nach Hause tragen, so tragen wir nicht selten die “soziale” Welt in unser Schlafzimmer. Das letzte fb Posting noch kurz vorm Augenschließen?

Der Körper kann keine klaren Grenzen mehr wahrnehmen. Das normalerweise reibungslos funktionierende Zusammenspiel aus innerem Gas und innerer Bremse kollabiert.

Leben braucht Rhythmus!

Wie ein Pendel schwingt unser Leben hin und her. Zwischen Aktivität und Ruhe versucht es harmonische Schwünge zu ziehen und uns damit Lebensqualität zu schenken. Wird es zu temporeich kann der Dirigent (Herz) dem Orchester nicht mehr folgen. So legt er resigniert den Taktstock aus der Hand und wippt phantasielos aber konstant mit dem Fuß. Genau dieses konstante, gleichförmige Schlagen unseres Herzens ist ein Zeichen dafür, dass unser Leben aus dem Takt geraten ist. Unser Körper befindet sich im Modus der Überforderung und Starrheit.

Hirn braucht Herz

Ist unser Herz im Takt, ist unser Gehirn im Takt. Durch die enge Verbindung zwischen Herz und Gehirn wirkt sich ein variabler Herzschlag unmittelbar auf unser Gehirn aus. Lebt das Herz seine taktvolle Vielfalt, schöpft auch das Gehirn sein volles Leistungsspektrum aus – es arbeitet präzise, überlegt und zeigt sich offen für Neues.

Leben braucht Vielfalt!

Es gibt viele Möglichkeiten, um dieser (Herz)Starrheit zu entfliehen. Sich Bewusstsein hinsichtlich des eigenen Tempos zu verschaffen, ist ein erster Schritt. Bin ich zu schnell (zu viel Gas?) oder fühle ich mich träge (zu viel Bremse?)? Über die Messung der Herzratenvariabilität (HRV) lässt sich herausfinden, wo wir stehen und was wir tun können, um wieder in einen gesunden Takt zu kommen.

Hand aufs Herz …

Mein Tag startet täglich mit dem gleichen Ritual: das Klingeln des Weckers verhallt, meine Hand wandert auf mein Herz und ich schenke ihm meine volle Aufmerksamkeit. Ruhe, Leichtigkeit, Antrieb, Gelassenheit – was brauche ich heute? Oft sind es nur die Worte, die mich in den richtigen Rhythmus bringen, manchmal begleitet eine Farbe dieses Wortspiel, manchmal ein Bild …

(c) worte formen bilder | Tanja Maria Peherstorfer

Es sind nur wenige Minuten, aber dieses tägliche achtsame Herz-Hören ist zu einer lieb gewonnenen Gewohnheit geworden, die ich nicht mehr missen möchte.

Hand auf dein Herz!

Aktivität (Bewegung) oder Ruhe (Entspannung), was ist es, das Körper und Geist heute brauchen, um wieder in ihren natürlichen Rhythmus zu kommen? Lerne beim ein.blick Coaching deine inneren Ohren zu schärfen, um dann taktvoll deinem inneren Orchester zu lauschen.

Herzlichst, Tanja Maria