HERZ HÖREN

Die beste Arznei für den Menschen ist der Mensch.
Der höchste Grad von Arznei ist die Liebe.

(Paracelsus)

Dass herzvolle Begegnungen die beste Medizin sind, wusste schon Paracelsus. Die Neurowissenschaften liefern Jahrhunderte später den Beweis, dass wir tatsächlich Glückshormone, genauer gesagt Endorphine, ausschütten, wenn wir mit unserem Gegenüber in Resonanz treten. In Resonanz treten, d.h. sich auf unser Gegenüber einlassen, sich mit ihm/ihr verbunden fühlen und das tatsächlich körperlich, auf Ebene der Nervenzellen unseres Gehirns.

Diese Nervenzellen, die sogenannten Spiegelneuronen, ermöglichen uns, uns in andere Menschen einzufühlen.

Ohne Spiegelnervenzellen gebe es keine Intuition und keine Empathie. Spontanes Verstehen zwischen Menschen wäre unmöglich und das, was wir Vertrauen nennen undenkbar.

(Joachim Bauer)

Diese Spiegelungen funktionieren in beide Richtungen – so kann die fürsorgliche Liebe den Blutdruck des anderen senken, wie eben auch die Wut den Blutdruck des Gegenübers hoch treiben kann.

Schon rein biologisch gesehen haben Freunde damit etwas sehr Heilsames, sie berühren unser Herz und bringen uns in den richtigen Takt. Geht’s unserem Herzen gut, geht’s unserer Seele gut!

Dein Takt

In welchem Rhythmus gehst oder sprintest du gerade durchs Leben? Jetzt – eben in diesem Moment – was ist dein Takt?

Ruhe – Unruhe
Klarheit – Nervosität
Entspannung – Spannung
Freude – Freudlosigkeit
Liebe – Enttäuschung
Verbundenheit – Getrennt-sein
Bewegung – Regungslosigkeit

Spitz deine inneren Ohren – bist du in deinem Takt, oder im Takt der anderen?

Dein Herz – dein Taktgeber

Es ist das Herz, das letztendlich unseren körperlichen Takt vorgibt. Ein Rhythmus, der stark beeinflusst ist von unseren Gedanken, steht das Herz doch in direkter Verbindung mit unserem Gehirn.

Sind wir gestresst, wird unser Gehirn mit Stresshormonen geflutet. Dies lässt auch unser Herz nicht kalt, es gerät aus dem Takt. Sind wir chronisch gestresst, büßt unser Herz Schritt für Schritt die Fähigkeit ein, seinen rhythmischen (kohärenten) Takt wiederzufinden. Es verfällt in einen chaotischen Rhythmus, der wiederum unser Gehirn nicht unberührt lässt. Und so dreht sich die Spirale im Kreis.

lasst uns wieder in unseren Takt finden!

Dazu braucht es oft nicht viel. Schon ein bewusstes und tiefes Atmen verändert unseren Rhythmus. Nimm dir ein paar Minuten Zeit und finde über folgende kurze Herzmediation wieder deinen individuellen Rhythmus.

Lesen – innerlich abspeichern – aufschreiben – wiederholen …. finde deinen Weg, um diese Zeilen für dich zu verinnerlichen. Du darfst dir diese „Herz-Zeit“ auch mehrmals täglich schenken.

Mehr Herz hören …

… am 17.11.2017 beim Impuls-Vortrag „Unser Denken – Taktgeber unseres Herzens?„.

Gewinne Einblick in das Zusammenspiel von Kopf & Herz und bekomme ein Gefühl für deinen individuellen Takt.

Herzlichst,
Tanja Maria