Free yourself – kick it out!

“Es fliegt, es fliegt … ” – LAUT oder LEISE – die 2 Varianten, um sich von so manch Ausgedientem zu verabschieden. Laut oder leise – wie es euch gefällt!

Jedes Jahr das gleiche Spiel …

… die Natur taucht ein in den Herbst und lässt bereitwillig ihr buntes Kleid fallen. Der Mensch taucht auch ein in den Herbst, aber statt befreit den umtriebigen Sommer los-zu-lassen, hält er/sie sich krampfhaft daran fest. NO WAY – die luftig leichte Sommerkleidung wird erst nach der ersten kräftigen Erkältung aufgegeben!

Der Wandel und das Loslassen begleiten uns schon ein Leben lang – kein Garant dafür, dass es uns mit den Jahren leichter fällt. Dabei wäre es so befreiend, wenn wir uns wirklich jedes Jahr die Zeit nehmen und ….

Es fliegt, es fliegt ….

… kannst du dich an dieses Spiel aus der Kindheit erinnern? Die Finger trommeln auf die Tischkante, dann der Ausruf „Es fliegt, es fliegt …“ – nur wenn es sich tatsächlich um ein „Flugobjekt“ handelt, darf man die Finger heben.

Lasst uns die Regeln mal nicht so eng sehen – heute darf alles fliegen, was sich an Altem, Ungenutztem, Ausgedientem und Blockierendem so angesammelt hat.

Kick-it out!

Lasst uns mal nicht zimperlich sein, das Leben darf ordentlich umgedreht werden, denn es ist jetzt gerade die „richtige“ Zeit dafür.

Ein kleiner Side-Step in meine Welt: ich bin vor 5 Jahren von Oberösterreich nach Salzburg gezogen. Bei diesen Siedlungsaktionen bleiben meist ein, zwei, drei … Schachteln übrig, die nie ausgepackt werden. In meinem Fall war es die Schachtel mit meinen Musik-CDs. Genau heute habe ich diese Schachtel geöffnet, mit der Erwartung, dass dort MEINE wunderbare Musik zum Vorschein kommt. Oh mein Gott – ich muss ehrlich gestehen, diese Sammlung an melancholischer Musik ist definitiv nicht mehr MEINE Musik. Weg damit!

Ja, die Persönlichkeit verändert sich im Laufe der Jahre. Die Kleidung ändert sich, die Art zu genießen und zu leben ändert sich. Tja, und anscheinend ändert sich auch der Musikgeschmack. Neben ein paar Klassikern ist bei meiner Kick-it-out Aktion auch eine CD von Aerosmith übrig geblieben. Tja, die nächsten zwei Stunden waren “bewegungsreich” …

Rock pur – Headbanging inklusive – free yourself!

… die musikalische Melancholie wandert ins Altstoffsammelzentrum.

Ich habe heute meine Los-Lass-Aktion mit ein paar schwungvoll lauten Moves gefeiert, das musste sein. Aber, es geht natürlich auch leiser. Hier Variante 2 ….

Es fliegt, es fliegt … was in meiner Welt noch Platz haben darf!

3 Schritte, um die versteckten “Schätze” zu dezimieren.

Schritt 1 – Willkommen in meiner Welt!

Lade dir HIER die Vorlage für dein “Haus” herunter. Befülle dieses Haus mit all jenen Bestandteilen deines Lebens – Familie, Arbeit, Selbstverwirklichung, Genuss, Verpflichtungen, Interessen, Bedürfnisse, Verantwortlichkeiten, Werte – die derzeit Raum und Zeit in deinem Leben einnehmen. Es geht um deine aktuelle Realität, nicht um das zukünftige Wunschbild! Für Dinge, die viel Raum brauchen, nutze die großen Felder.

Schritt 2 – Mein Traumhaus!

Sieh dir nun dein Haus an: Ist es bis unter das Dach angefüllt? Nicht die Spur eines Freiraums vorhanden? Ist es halb leer? Wie viel Platz nehmen deine Interessen ein? Wie viel Raum beanspruchen die anderen (Familie, Freunde …)  in deinem Haus? Wo hast du deinen Wohlfühlbereich im Haus, wo es um deine Bedürfnisse geht?

Lade dir HIER die zweite HAUS-Vorlage herunter. Fülle diese Vorlage erneut aus. Jetzt jedoch mit dem Blick in die Zukunft. Wie sieht dein Traumhaus aus? D.h. welche Werte, Interessen, Menschen, Herausforderungen, Ereignisse, Ziele, Bedürfnisse etc. sollen zukünftig dein Leben prägen? Dieses Mal habe ich bewusst Fenster und Türen eingebaut. Halte diese blau eingefärbten Bereiche bitte frei.

Schritt 3 – es fliegt, es fliegt … mir zu

Lege jetzt beide Häuser nebeneinander auf. Am Weg zum Traumhaus …

  • Was darf bleiben, was darf gehen?
  • Was brauchst du als gesundes Fundament?
  • Was fällt dir besonders schwer aufzugeben?
  • Welches Element aus deinem „Traumhaus“ willst du unbedingt in dein Leben integrieren?
  • ….

Übrigens – die freien blauen Flächen sind dein FREI-Raum, deine Luft zum Atmen – dort sollen jene Dinge (temporär) Platz finden, die dir einfach nur Freude bereiten.

Auch wenn nur eine Sache aus deinem Traumhaus bei dir einzieht, hat sich die Zeit des Hausbauens schon gelohnt.

Viel Freude beim Einrichten oder beim Headbanging 🙂

Befreit,
Tanja

P.S.: Es ist kein Zufall, dass gerade jetzt das Loslassen am Plan steht. Lässt sich die Zeit doch gerade jetzt von den Qualitäten des 8. Lebensprinzips (Skorpion) einfärben. Loslassen, wandeln, Werte hinterfragen … von Schwarz auf Weiß, von Weiß auf Schwarz, nicht sanft ist dieser Wandel. Um so wichtiger, dass man dabei nicht das Zepter aus der Hand gibt und in die Opferrolle verschwindet. Die Zeit darf genutzt werden, um Altes zu hinterfragen und neue Pläne zu schmieden. Die Qualitäten der 12 Lebensprinzipien für sich nutzbar machen – am 11. November 2017